Solarsiedlung Kupferheide ist Vorreiterprojekt

In Bielefeld ist mit der Solarsiedlung Kupferheide eine außergewöhnliche Gemeinschaft bestehend aus der Stadtverwaltung und verschiedenen Bauherren entstanden, die zusammen ein besonders ehrgeiziges Energiekonzept verfolgt und erfolgreich umgesetzt haben – mit verbindlichen energetischen Baustandards, eigenem Nahwärmenetz und gemeinsamen Klimaschutzaktivitäten. Sie wurde von der KlimaExpo.NRW ausgezeichnet und als Vorreiterprojekt für eine klimafreundliche Zukunft in die Leistungsschau des Landes aufgenommen.

Die Stadt Bielefeld teilt ihre Erfahrungen und gibt planungsrelevante Unterlagen gerne an andere Kommunen weiter. FOTO: PIXELIO/KFM
Die Stadt Bielefeld teilt ihre Erfahrungen und gibt planungsrelevante Unterlagen gerne an andere Kommunen weiter. FOTO: PIXELIO/KFM

Um die ambitionierten Ziele für Energieeinsparungen und den Klimaschutz zu erreichen, hat die Stadtverwaltung Bielefeld mit den verschiedenen Bauherren ein gemeinsames Konzept entwickelt und energetische Standards vertraglich festgehalten. Entstanden ist eine Solarsiedlung mit 66 extrem energiesparenden Wohneinheiten, die untereinander durch ein Nahwärmenetz verbunden sind, das durch Solarkollektoren und eine Gastherme gespeist wird. Die gesamte Siedlung spart durch ihr besonderes Energiekonzept jährlich 140 Tonnen CO2 ein.

Die Solarsiedlung Kupferheide ist Teil des von der EnergieAgentur.NRW entwickelten Landesprogramms „50 Solarsiedlungen in NRW“.

Energiekonzept mit zahlreichen Sparmaßnahmen
Die Gebäude sind mit dezentralem Wärmesystem im Niedrigenergie-Haus- oder 3-Liter-Haus-Standard gebaut. Über 60 Prozent der Warmwasserversorgung werden durch Solarkollektoren produziert. Gekocht wird mit Gas und der erzeugte Sonnenstrom bevorzugt selbst verbraucht. Das reduziert den externen Strombezug jährlich um rund 100.000 Kilowattstunden und den CO2-Verbrauch insgesamt um 140 Tonnen pro Jahr. 

Die Eigentümergemeinschaft der Solarsiedlung ist zudem gut vernetzt und immer offen für weitere Klimaschutzaktivitäten. So wird mittlerweile etwa auch Car-Sharing betrieben. Ebenso offen zeigt sich die Stadtverwaltung: Sie teilt ihre Erfahrungen mit interessierten Kommunen und gibt planungsrelevante Unterlagen weiter. Das ist echte Solidarität für den Klimaschutz.

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