BBU-Auszeichnung "Gewohnt gut"

Lernwillige Studis ziehen in leerstehende Studios

Die wobra Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Brandenburg an der Havel mbH (wobra) hat in der Wilhelmsdorfer Vorstadt ein von Leerstand betroffenes viergeschossiges Gebäude komplett saniert und in Wohnungen für Studierende umgewandelt. Für das Projekt wurde die wobra am 7. August 2019 mit dem „Gewohnt gut – fit für die Zukunft“-Qualitätssiegel ausgezeichnet.

Studentenwohnen in zentraler Lage: „Gewohnt gut“-Auszeichnung geht im August nach Brandenburg an der Havel. BILD: BBU e.V.
Studentenwohnen in zentraler Lage: „Gewohnt gut“-Auszeichnung geht im August nach Brandenburg an der Havel. BILD: BBU e.V.

Das Qualitätssiegel wurde vom BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. und der Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg Kathrin Schneider vergeben.

In der Stadt Brandenburg liegt der Leerstand bei 13 Prozent. Er ist deshalb ein brennendes Thema der Stadtentwicklungspolitik. Das Siegel würdigt die Sanierung des leerstehenden Bestandsgebäudes der wobra und die Umnutzung.

Bestandsobjekt neu genutzt

Zunächst hatten die wobra in Kooperation mit der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane und dem Städtischen Klinikum ein Konzept entwickelt, um Studierenden attraktiven Wohnraum anbieten zu können.

Eine Bedarfsanalyse und Umfrage unter Studierenden ergab, dass die Miete 300 Euro warm nicht überschreiten sollte und die Lage zentrumsnah mit guter Verkehrsanbindung sein muss.

Mit dem Eckgebäude mit Baujahr 1970 in der Wilhelmsdorfer Straße fand die wobra ein passgenaues leerstehendes Objekt im Bestand. Es waren nur wenige Grundrissänderungen nötig.

Aufwertung zweier Straßenzüge

Auf 800 Quadratmetern Grundfläche sind acht Dreiraum- und drei Zweiraumwohnungen entstanden, alle mit zwei Bädern und modernen Küchen ausgestattet. Fensteröffnungen wurden vertikal vergrößert und gruppiert, die Eingangssituation über den Hof wurde aufgelöst und auf die hauptsächliche Straßenseite verlegt. Der neu geschaffene Eingang gibt dem Gebäude ein Gesicht und ist eine funktional und architektonisch saubere Lösung. Der Hof wurde neu bepflanzt und ein großzügiger Unterstand ermöglicht die sichere Aufbewahrung von Fahrrädern.

wobra-Geschäftsführer Stephan Falk zum  Projekt: „Neben den acht großen Dreiraumwohnungen, die für Wohngemeinschaften ausgelegt sind, bieten wir alleinstehenden Studierende mit dem Wunsch nach einer individuellen Wohnsituation auch Zweiraumwohnungen an. Darüber hinaus freut es uns, dass wir mit der Sanierung dieses stadtbildprägenden Gebäudes eine deutliche Aufwertung beider Straßenzüge erreichen konnten.“

In der vorlesungsfreien Zeit werden Wohnungen an Pfelegkräfte zwischenvermietet − so entsteht eine durchgängige Vermietung.

Investitionssumme 1,1 Millionen Euro

Die Gesamtkosten für die Umbaumaßnahme beliefen sich auf rund 1.100.000 Euro. Die wobra hat die gesamte Summe über den Brandenburg-Kredit der Investitionsbank der Landes Brandenburg finanziert.

BBU-Vorstand Maren Kern erläutert die Auszeichnung: „Die wobra hat mit dem Projekt ‚Neuer Campus. Neues Zuhause‘ vorbildhaft gezeigt, wie ein von Leerstand betroffenes, sanierungsbedürftiges Gebäude einer neuen Nutzung zugeführt werden kann und damit zukunftsfähiger, attraktiver Wohnraum für die Stadt geschaffen wird.“

 

Weiterführende Links:
https://bbu.de
https://www.wobra.de/wohnungen-fuer-studenten.html

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