Umbau des Plattenbaus vom Typ „WBS 70“
Durch einen Teilrückbau der oberen Etagen sowie umfangreiche Grundrissänderungen beim 1988 erbauten 6-Geschossers verringert sich die Wohnungsanzahl von bisher 70 auf zukünftig 29 Wohnungen. Aus den ursprünglich 55 Einraum- und 15 Zweiraumwohnungen entstehen 7 Einraum-, 19 Zweiraum-, und 3 Dreiraumwohnungen, von denen 6 Wohnungen barrierefrei sein werden.
Die zukünftigen Mieter:innen können sich unter anderemauf hochwertig und modern ausgestattete Wohnungen mit individuellen Grundrissen freuen, die alle über Fußbodenheizung und einen großen Balkon verfügen sowie mit einem Aufzug erreichbar sind. Mit der Erneuerung der Heizanlage als Hybridsystem, bei der eine Wärmepumpemit einem Gas-Brennwertkessel zur Spitzenlastabdeckung kombiniert wird, geht die KWG einen großen Schritt in Richtung nachhaltiges Sanieren.
Die Außenansicht des nach Teilrückbau 3 bzw. 4-stöckigen Gebäudes wird durch eine moderne und farblich zurückhaltende Fassadengestaltung ein optisches Highlight im Quartier. Auch der Servicegedanke soll beim „kleinen Neuland“ nicht zu kurz kommen. So wird es für die Mieter:innen einen großen Raummit integrierter Küche und Außenterrasse für Veranstaltungen, Feiern oder gemeinsame Treffen geben. Außerdem wird derzeit die Möglichkeit geprüft, einen Concierge-Service in Kooperation mit dem DRK-Kreisverband Lausitz e.V. anzubieten.
Nachhaltige Vorgehensweise beim Teilrückbau des Gebäudes
Das aus den Medien bekannte Plattenbau-Recycling wird jetzt auch in Großräschen zum großen Thema. Bei dem durch das P. Jähne Ingenieurbüro GmbH geplante Bauvorhaben wird die mit dem Teilrückbau beauftragte Firma ECOSOIL Ost GmbH die ehemals verbauten Platten fürmehrere kleine Bauvorhaben am Standort Kolkwitz sowie für einen Versuchsbau in der Nähe der Brandenburgischen Technischen Universität in Cottbus wiederverwenden. Für dieses internationale EU-Forschungsprojektmit dem Namen „ReCreate“ – „Wiederverwendung von Betonfertigteilen für eine Kreislaufwirtschaft“ stellt die KWG einen Teil der Platten zur Verfügung.
Wissenschaftlich begleitet und ausgewertet wird das Projekt von der BTU Cottbus-Senftenberg. Es werden auch Studierende der BTU unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. habil. Angelika Mettke, Leiterin des Arbeitsgebietes Bauliches Recycling am Institut für Umwelt- und Verfahrenstechnik eingebunden, um den Prozess des Teilrückbaus detailliert aufzunehmen und die Wiederverwendungseignung der rückgebauten Betonelemente festzustellen.
Die moderneren Wohnungen sollen voraussichtlich im Jahr 2026 fertig sein.
Video der KWG
Quelle: KommunaleWohnungsgesellschaft mbH Senftenberg (KWG)














