Flucht- und Rettungswege sind der heilige Gral des baulichen Brandschutzes.
Das Bauordnungsrecht gibt das Sicherheitsniveau zwar schematisch vor, das Gebäude ist aber individuell zu betrachten. In Bestandsgebäuden besteht die besondere Herausforderung darin, festzustellen ob ein Abweichen des Ist-Zustands vom aktuellen Baurecht durch den Anspruch auf Bestandsschutz gedeckt ist. In der Ausführung können kleine Fehler echtes Katastrophenpotential entwickeln.
Ein mangelhafter Rauchschutz bei der Wahl der Türen zum Treppenraum kann das gesamte Entfluchtungskonzept eines Gebäudes zunichtemachen. Ein Fenster das nicht richtlinienkonform anleiterbar ist, bedeutet, dass es keinen zweiten Rettungsweg gibt. Verstöße gegen die bauordnungsrechtlichen Vorgaben zur TGA-Installation können nicht nur zu erheblichen Gefahren führen, sondern die Funktion eines notwendigen Flurs beenden.
Neben der Gefährdung gibt es aber auch das Problem der Baukosten die zumindest dann explodieren, wenn durch Unkenntnis überzogene Maßnahmen gefordert werden. Ohne detaillierte Fachkenntnisse ist eine gesetzeskonforme und haftungsfrei Planung und Ausführung nicht möglich.
Zierlgruppe: Architekten, Ingenieure, Fachplaner, Behörden, Verbauer und Facilitymanagement
In diesem Seminar lernen Sie, welche Anforderungen für Flucht- und Rettungswege bestehen und wie deren Planung gesetzeskonform vorgenommen wird. Insbesondere wird in diesem Seminar auf Rettungswege im Bestand eingegangen.
Das sind die Inhalte des Seminars:
- Vorliegen eines Bestandsschutzes und dessen Ende bzw. Verwirken
- Das bauaufsichtliche System der Rettungswege
- Anforderungen an notwendige Treppen, Treppenräume und Flure
- Sicherheitstreppenräume
- Die Regelwerke in der MVV-TB
- Besonderheiten für Laubengänge als horizontale Flucht- und Rettungswege
- Wichtige Grundsätze und Begriffe: Nutzungseinheiten, Teilnutzungseinheiten, Aufenthaltsräume, gefangene Räume
- Anforderungen der LBOs: Erster Rettungsweg, zweiter unabhängiger Rettungsweg
- Anforderungen an Feuerwehrzufahrten und Feuerwehraufstellflächen
- Spezielle Anforderungen an die Rettungswege von Sonderbauten
- Darstellung der Rettungswege in den Planungs- und Projektierungsgrundlagen
- Praxisbeispiele für Lösungen notwendiger Flure & Treppenräume im Neubau und im Bestand
- Bauliche Lösungen im Bereich der TGA: Brandlastdämmung und Funktionserhalt elektrischer Leitungsanlagen im Brandfall
- Feuerschutzabschlüsse in notwendigen Fluren & Treppenräumen
- Bestehende Rettungswege: Wo besteht Handlungsbedarf für Ertüchtigungen
Alle Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung beim Veranstalter
weitere Termine desselben Seminars sind:
am 05.05. in Hanau
am 15.09. in Regensburg
am 05.11. in Seevtal
am 01.12. in Karlsruhe
SERVICETIPP
Für Bauherren: Fachmagazin Vorbeugender Brandschutz aus dem Hause HUSS-Medien GmbH
Das Heft ist in die Rubriken Baulicher Brandschutz, Technischer Brandschutz (Anlagentechnik), Organisatorischer Brandschutz (Brandschutz-Management) und Praxiswissen gegliedert. Es richtet sich an Architekten und Bauingenieure, Fachplaner (Elektro, Brandschutz, TGA), SHK- und Elektro-Handwerk, Bauträger und Immobilienverwaltungen, Kommunen und Baubehörden und an Sachverständige.
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