Probewohnen gegen den Leerstand

Funktioniert der Türöffner zum neuen Wohnort?

Die Berlinerin Anika Franze wohnte zur Probe im brandenburgischen Guben – und entschied sich anschließend für den Umzug. Andere Städte mit hohem Wohnungsleerstand versuchen ebenfalls, durch das Angebot eines Probewohnens neue Einwohner zu gewinnen. Daran beteiligen sich auch Wohnungsunternehmen, die auf einen Imagegewinn ihrer Stadt und auf neue Mieter hoffen. Görlitz ist dabei besonders kreativ.

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Von Berlin nach Guben gezogen ist Anika Franze. Jetzt koordiniert sie bei der Gubener Wohnungsgesellschaft das Projekt Probewohnen. Bild: Anika Franze
Von Berlin nach Guben gezogen ist Anika Franze. Jetzt koordiniert sie bei der Gubener Wohnungsgesellschaft das Projekt Probewohnen. Bild: Anika Franze

So richtig glücklich in Berlin war Anika Franze bereits seit einiger Zeit nicht mehr. Obwohl sie sich selbst als Ur-Berlinerin bezeichnet, hegte sie schon lange den Wunsch, Berlin zu verlassen und nach Brandenburg zu ziehen.

„Berlin ist immer voller, immer teurer und immer stressiger geworden“, begründet sie das. Nur: Wohin es gehen sollte, wusste sie nicht. Doch da hörte sie, dass Guben, eine rund 16.000 Einwohner zählende Stadt an der Grenze zu Polen, im Jahr 2024 ein Probewohnen anbot. Franze bewarb sich – und wohnt heute tatsächlich dauerhaft in der Kleinstadt im Osten von Brandenburg.

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Redaktion (allg.)

Pixabay/ Mohamed_hassan

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