Auf den richtigen Baustoff kommt es an
11.10.2011
Bereits in der Planungsphase werden mit der Wahl des Wandbaustoffes entscheidende Lärmschutz-Weichen gestellt. Grund genug, sich frühzeitig und intensiv über die Schallschutzqualitäten der infrage kommenden Baustoffe zu informieren. Denn bei Planungsmängeln und daraus folgenden späteren Klagen der Bewohner haftet auch der Architekt.
Überall dort, wo es auf guten Schallschutz ankommt, sollten massive Baustoffe wie die KS Plus-Planelemente aus Kalksandstein verwendet werden. Denn je schwerer der Wandbaustoff, desto besser ist der Schallschutz. Wenn "leichte" Mauersteine wie etwa Ziegel oder Porenbeton zum Einsatz kommen, verschlechtert sich der Schallschutz teilweise erheblich.
Ein wichtiger Aspekt bei der Planung von Reihen- oder Doppelhäusern ist die konstruktive Ausbildung der Haustrennfuge auch im Fundamentbereich. Sie hat einen entscheidenden Einfluss auf das tatsächlich erreichbare Schallschutzniveau. Der Einfluss der flankierenden Schallübertragung durch die Koppelung der Haustrennwände am Fußpunkt bei Doppel- oder Reihenhäuser kann eine verheerende Wirkung haben. Statt des üblicherweise mit +12 dB angesetzten Zweischaligkeitszuschlags, sind abhängig von der Art der Fundamentausbildung in der Regel nur +6 dB anzusetzen.
Die Berechnung des Schalldämm-Maßes von zweischaligen Haustrennwänden ist nach DIN 4109:1989 nicht möglich, wenn bereits der Keller wohnlich genutzt wird und die Fußpunkte miteinander gekoppelt sind. Dieser Einfluss der Fundamentausbildung kann durch ein speziell entwickeltes Verfahren der FH Stuttgart zur Schalldämm-Maß-Prognose von zweischaligen Haustrennwänden genauer betrachtet werden. Der Zweischaligkeitszuschlag ist in Abhängigkeit von der Art der Gründung zu wählen, das heißt bei unvollständiger Trennung der Gründung ist ein niedrigerer Zuschlag als bei vollständiger Trennung zu bestimmen.
Mit Haustrennwänden aus KS-Plus Planelementen mit den Standardrohdichten von 1,8, 2,0 sowie 2,2 lassen sich dann auch Reihenhäuser ohne Unterkellerung sicher mit einem erhöhten Schallschutzniveau größer als 67 dB planen und ausführen.
Weiterführende Links:
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