Autoindustrie schafft attraktive Immobilienmärkte

Die Autofabriken in Wolfsburg, Ingolstadt und Regensburg ziehen Menschen an. Wohnungen sind im Schatten von VW, Audi und BMW ein knappes Gut.

Das romantische Bild von der Regensburger Altstadt mit dem Dom St. Peter täuscht: Dank BMW boomt die Stadt an der Donau. Foto: Stadt Regensburg
Das romantische Bild von der Regensburger Altstadt mit dem Dom St. Peter täuscht: Dank BMW boomt die Stadt an der Donau. Foto: Stadt Regensburg

Die Studie „Die Wohnungsmärkte in Automobilstädten – Ein Vergleich der Städte Wolfsburg, Ingolstadt und Regensburg“, die das Immobilienberatungsunternehmen Wüest & Partner Deutschland im Auftrag von Volkswagen Immobilien (VWI) erstellt hat, kommt zu folgenden Ergebnissen:

  • Eine hohe Nachfrage bei gleichzeitig knappem Wohnungsangebot lässt Mieten und Kaufpreise teilweise stark ansteigen.
  • Die Steigerungsraten sind in Wolfsburg höher als in Ingolstadt und Regensburg.
  • Hohes Pendleraufkommen in Wolfsburg bietet Potenziale für Investitionen in Wohnimmobilien.
  • Positive Beschäftigungsentwicklung lässt Kaufkraft in allen drei Städten auf ein überdurchschnittliches Niveau steigen.

Die Automobilstädte Wolfsburg, Ingolstadt und Regensburg bieten Investoren, die auf der Suche nach rentablen Anlagealternativen abseits der großen Metropolen sind, derzeit sehr gute Investitionsmöglichkeiten. Denn die Wohnungsmärkte in den drei Städten entwickelten sich in den vergangenen fünf Jahren außerordentlich positiv: Mit einem Plus von knapp 40 % stiegen die Angebotsmieten für Bestandswohnungen in Wolfsburg überdurchschnittlich stark. Auch in Ingolstadt waren Mietwohnungen mit einem Plus von 22 % und in Regensburg mit +14 % begehrt.

Die Angebotsmieten für Bestandswohnungen haben sich 2013 in Wolfsburg mit im Schnitt 7,80 €/m2 denen in Ingolstadt (9 €) und Regensburg (9,10 €) angenähert. Bei Neubauwohnungen zur Miete hat Wolfsburg die Städte Ingolstadt und Regensburg bereits eingeholt. Mit durchschnittlich 11 €/m2 sind die Angebotsmieten im Neubau in Wolfsburg mittlerweile teurer als in Ingolstadt (10,41 €) und Regensburg (10,13 €). Allerdings ist in Wolfsburg zahlenmäßig auch nur ein Bruchteil an neu errichteten Wohnungen im Angebot verglichen mit den beiden anderen Städten.

Darüber hinaus zeichnet sich ebenso bei Wohneigentum eine Verknappung ab – so beispielsweise bei neuen Eigentumswohnungen in Wolfsburg. Im Jahr 2013 lagen die durchschnittlichen Angebotspreise hier knapp 50 % über denen des Jahres 2009. In Ingolstadt und Regensburg bewegten sich die Steigerungsraten zwischen 25 und 35 %. Allerdings sind die Quadratmeterpreise 2013 in Wolfsburg mit 2.250 € im Mittel der Angebote noch weit von den Preisen in Ingolstadt und Regensburg entfernt. Neue Eigentumswohnungen in den Städten an der Donau werden aktuell durchschnittlich nicht unter 3.400 €/m2 angeboten.

In den vergangenen fünf Jahren stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in allen drei Städten überdurchschnittlich – am stärksten in Wolfsburg mit einem Plus von 17,4 %. Der Beschäftigtenanstieg trägt auch zum Wohlstand bei: So liegt das Kaufkraftniveau in Wolfsburg, Ingolstadt und Regensburg mit jeweils mittlerweile rund 23.000 € pro Einwohner (2013) etwa 10 % über dem bundesdeutschen Schnitt von 21.220 € pro Kopf. Daneben lässt sich die zunehmende Anziehungskraft der drei Städte besonders gut am hohen Wanderungsplus der Jahre 2008 bis 2012 ablesen. Dieses liegt in Ingolstadt und Regensburg deutlich über dem Plus der Jahre 2003 bis 2007 – Wolfsburg registrierte im Zeitraum 2004 bis 2007 sogar mehr Fortzüge als Zuzüge und weist nun für 2008 bis 2012 einen positiven Saldo von knapp 5.000 Personen auf.

 

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