Verwalter geben mehr Geld für IT-Leistungen aus

Die IT-Kosten in Immobilienverwaltungen steigen, vor allem durch den hohen Anteil von ERP-Systemen an den Gesamtausgaben. ERP-Systeme bilden das digitale Fundament für die operativen Abläufe im Unternehmen und für kundenorientierte Prozesse. Mit einem durchschnittlichen Anteil von 55 Prozent am gesamten IT-Budget sind sie dabei mit Abstand der größte Kostenblock. Dies ist ein zentrales Ergebnis des aktuellen VDIV-Verwalter-Monitors.

Zahlreiche Immobilienverwalter sind mit ihrer ERP-Software nicht zufrieden. Bild: Adobestock/ Rawpixel Ltd.
Zahlreiche Immobilienverwalter sind mit ihrer ERP-Software nicht zufrieden. Bild: Adobestock/ Rawpixel Ltd.

Bei kleineren Immobilienverwaltungen mit weniger als 400 Einheiten beträgt der Anteil sogar 62,4 Prozent.

Im Jahr 2025 planen die Verwaltungen im Durschnitt 27.120 Euro netto für die IT-Infrastruktur ein. Für das Jahr 2026 wollen viele Immobilienverwalter, nämlich 72,7 Prozent, noch mehr Geld für ihre IT ausgeben.

Doch trotz dieser Investitionen genügen derzeit viele ERP-Systeme den gestiegenen Anforderungen nicht. Fehlende Schnittstellen, geringe Anpassungsfähigkeit und mangelnde Innovationskraft hemmen die digitale Transformation. Die Integration neuer Technologien wie KI oder automatisierter Prozesse ist in zahlreichen Systemen nur bedingt möglich, was dazu führt, dass viele Verwaltungen die Innovationsfähigkeit ihrer derzeitigen ERP-Systeme zunehmend in Frage stellen.

Eine Konsequenz daraus ist: 21 Prozent der Verwaltungen planen oder erwägen einen Anbieterwechsel, ein Schritt, der mit durchschnittlich 27 Prozent höheren IT-Ausgaben verbunden ist.

Kleinere Unternehmen überdurchschnittlich belastet

Vor allem kleinere und mittlere Verwaltungen stehen hier vor großen Herausforderungen: Sie tragen überdurchschnittlich hohe IT-Kosten pro Einheit, profitieren jedoch kaum von Skaleneffekten größerer Unternehmen. Dennoch sind diese Investitionen unverzichtbar, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Insgesamt liegen die IT-Anschaffungskosten bei kleineren Unternehmen um das 2,3-Fache über denen großer Verwaltungen. 

Der Verband der Immobilienverwalter Deutschland e. V. (VDIV Deutschland), der den Monitor in regelmäßigen Abständen durchführt um die Stimmung der Branche einzufangen und wiederzugeben, weiß, dass die Investition in IT-Struktur dazu diene, wettbewerbsfähig zu bleiben. 

Dabei sollten Prozessoptimierung und Skalierbarkeit sowie cloudbasierte Lösungen entscheidende Faktoren bei der Auswahl neuer Systeme sein“, betont Martin Kaßler, Geschäftsführer des VDIV.

Quelle: VDIV

Weitere Informationen zur Umfrage finden Sie unter vdiv.de/immobilienverwaltung/verwalter-monitor

Redaktion (allg.)

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