Berlin ist reif für neue Hochhäuser

Das war Konsens unter allen Teilnehmern beim „Immobilienfrühstück“ des Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA, Region Ost), bei dem sich am 16. September Projektentwickler, Architekten, Finanzierer, Stadtentwickler und Vertreter der Landespolitik zum Thema „Wachsende Stadt Berlin – Brauchen wir neue Hochhäuser?“ trafen.

FOTO: PIXABAY/ SKITTERPHOTO
FOTO: PIXABAY/ SKITTERPHOTO

Berlin ist heute ohne Zweifel eine der wichtigsten Metropolen in Europa. Untypisch dafür ist die geringe Anzahl an Hochhäusern – noch. Berlin ist in den letzten Jahren nicht nur an Einwohnern, sondern vor allem auch an Bruttowertschöpfung enorm gewachsen und in manchen Parametern zwischenzeitlich mit Paris und London vergleichbar.

"Wer nicht länger in die Breite bauen kann, muss in die Höhe bauen,“ so ein Statement des ZIA-Präsidenten Dr. Andreas Mattner. Dass es hierfür in Berlin hinreichend Potential gibt, zeigte die Potentialanalyse des Marktforschungsinstituts bulwiengesa. „Potentiale für Bürohochhäuser sind gegeben und werden aller Voraussicht nach weiter wachsen. Das Interesse der Akteure, hier keine Option zu verpassen, ist groß,“ so Andreas Schulten (bulwiengesa).

Wohnen, Arbeiten und Kultur in einem Gebäude

Wo genau neue Hochhäuser stehen sollen und was sich in diesen Hochhäusern befinden soll, darüber ließ sich auf dem Podium und auch im Publikum trefflich streiten. City West, Mitte, oder doch in ganz anderen Lagen? Reine Bürotürme, eher Wohnhäuser, oder Mischnutzungen? Darüber diskutierten auf dem Podium die stadtentwicklungspolitischen Sprecher der Fraktionen des Berliner Abgeordnetenhauses Ellen Haußdörfer (SPD) und Stefan Evers (CDU) zusammen mit Andreas Schulten (bulwiengesa) und Eike Becker (Eike Becker_Architekten).

Aus politischer und baukultureller Sicht werden Ideen präferiert, bei denen sich Wohnen, Arbeiten und Soziales/Kultur in einem Gebäude vereinen können. Dass damit höhere Finanzierungsrisiken einhergingen, blieb nicht unerwähnt. Einig war man sich, dass neue Projekte bei der Bevölkerung nur Akzeptanz finden können, wenn sie nicht als störend, sondern als identifikationsstiftend wahrgenommen werden. Städte wie New York und Paris erkennt man an ihrer Skyline – Berlin hat noch Platz für ein paar Wolkenkratzer.

Weitere Meldungen zum Thema Hochhäuser:
Wohntürme immer beliebter
Clevere Lösungen für die Wohnungswirtschaft

Tipp: polis Convention, Messe für Immobilien- und Stadtentwicklung 20. - 21.04.2016

Printer Friendly, PDF & Email
21.11.2023
B!WRD-Gewinner 2023
Der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen hat bei einer Gala in Berlin die Gewinner des neuen BFW-Projektentwicklerpreises B!WRD bekannt gegeben.
24.11.2025
BFW-Projektentwicklerpreis B!WRD 2025
Die Gewinner des BFW-Projektentwicklerpreises B!WRD 2025 stehen jetzt fest. Zwei Trends wurden sichtbar: zum Einem rücken vermehrt „Light Industrial“-Gebäude statt reiner Büroimmobilien in den Fokus...
5.3.2024
Besondere Leistungen in der deutschen Immobilienlandschaft werden vom Bundesverband Freier Immobilien und Wohnungsunternehmen (BFW) prämiert und von der Branche gefeiert. Bewerben Sie sich mit Ihrem...
4.7.2025
Erster Kongress der Kleinstadtakademie Wittenberge
Im Juni fand der erste Kleinstadtkongress Deutschlands in Wittenberge statt. Rund 350 Teilnehmende aus über 100 Kommunen waren in die westbrandenburgische Kleinstadt gereist, um sich über Strategien...
12.6.2025
142 neue Wohnungen
In Hamburg-Horn erhalten Mietshäuser aus den 1950er-Jahren zwei neue Stockwerke. Da sie leicht sein müssen, sind sie aus Holz und werden vorgefertigt geliefert und „aufgestapelt“. Deshalb gibt es kein...
26.9.2025
Berliner Gesobau AG begeht Jubiläum
Das landeseigene Berliner Wohnungsunternehmen Gesobau AG feiert 125 Jahre Geschichte. Zum Jubiläum lud das Unternehmen Partner aus Politik, Wirtschaft und Stadtgesellschaft ein – und machte Berlin ein...