Bundesbürger fordern Abbau von Bürokratie für mehr bezahlbaren Wohnraum

In Ballungszentren ist es in den vergangenen Jahren immer schwieriger geworden, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Der Bedarf an jährlichen Neubauten liegt derzeit nach Expertenmeinung bei mindestens 350.000 Wohneinheiten. Über 80 Prozent der Bundesbürger fordern vor allem einen Abbau von Bürokratie, damit wieder mehr bezahlbarer Wohnraum für alle zur Verfügung steht.

FOTO: PIXABAY/HANS
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Um dem Wohnraummangel entgegenzuwirken, können sich die Bundesbürger auch unkonventionelle Maßnahmen vorstellen. 57 Prozent der Befragten halten es für sinnvoll, die Bauvorschriften zu lockern, um den Neubau von Wohnungen kostengünstiger zu gestalten. 55 Prozent gehen davon aus, dass dadurch der Bau neuer Wohnungen beschleunigt werden könne. Bei der Frage, ob eine Lockerung der Bauvorschriften geeignet sei, um den Neubau von Wohnungen kostengünstiger zu gestalten, gibt es allerdings je nach Wohnort durchaus Unterschiede bei der Einschätzung. Im Umland von Städten ab 50.000 Einwohnern stimmen 29 Prozent zu, dass diese Maßnahme „sehr gut geeignet“ sei. Im Kernbereich der Städte sind es nur knapp 20 Prozent.

Das sind die Ergebnisse einer aktuellen, repräsentativen TNS-Infratest-Umfrage zur Förderung des Wohnungsneubaus, die im Auftrag der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe bundesweit durchgeführt wurde.

Umständliche Genehmigungsverfahren
Dass zu viel Bürokratie als großer Hemmschuh beim Wohnungsbau empfunden wird, zeigt vor allem die Frage nach den Genehmigungsverfahren. 84 beziehungsweise 80 Prozent der Bundesbürger sind der Meinung, dass zur Förderung des Wohnungsbaus die Genehmigungsverfahren beschleunigt beziehungsweise vereinfacht werden sollen.

Mit 55 Prozent sieht über die Hälfte der Bundesbürger die Notwendigkeit, auch in der eigenen Region neue Flächen für den Bau von Wohnungen auszuweisen. Vornehmlich sollten diese Flächen jedoch im Stadtrandbereich entstehen, meinen 51 Prozent der Befragten. Nur knapp 16 Prozent könnten sich vorstellen, dass städtische Grünflächen in Bauland umgewandelt werden.

55 Prozent der Befragten befürworten eine Aufstockung der Mittel für den sozialen Wohnungsbau. 53 Prozent der Bundesbürger halten steuerliche Anreize für ein probates Mittel der Wohnungsbauförderung.

Quelle/ Methodik: TNS Infratest hat im Zeitraum 13. bis 17. November 2015 im Auftrag der Wüstenrot & Württembergische AG bundesweit insgesamt 1.002 Personen telefonisch befragt. Die Befragung ist repräsentativ für die Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland ab 18 Jahren.

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