Die Qualität steckt im Detail

Bei der Planung der luft- und winddichten Gebäudehülle spielen Details eine große Rolle. Vor allem die Qualität der verwendeten Klebebänder ist ein wichtiger Faktor für die langfristige dauerhafte Haltbarkeit der beiden Schichten. Ein hochwertiges Klebeband lässt sich etwa daran erkennen, ob es auf die speziellen Anforderungen des Einsatzbereiches zugeschnitten ist.

Ein besonders flexibles Klebeband schmiegt sich eng an Kabel und Rohre, wodurch es auch bei Baubewegungen dicht hält, Foto: Siga
Ein besonders flexibles Klebeband schmiegt sich eng an Kabel und Rohre, wodurch es auch bei Baubewegungen dicht hält, Foto: Siga
Denn sowohl innen als auch außen gelten jeweils besondere Ansprüche, denen das Band gerecht werden muss. Zudem sollte es für die Verwendung auf allen marktüblichen Dampfbrems- und Unterdeckbahnen geeignet und geprüft sein. Damit lässt sich sicherstellen, dass die eingesetzten Materialien miteinander harmonieren und später keine Bauschäden entstehen.
Generell sollte ein Klebeband, egal ob im Innen- oder Außenbereich, über eine hohe Klebkraft verfügen, alterungsbeständig sein und im Laufe der Zeit nicht verspröden. Darüber hinaus ist außen eine hohe Witterungsstabilität zwingend erforderlich: Temperaturen von -40 bis +100 °C dürfen die Klebkraft des Bandes nicht beeinträchtigen. Des Weiteren kommt während der Bauphase eine verstärkte UV-Belastung hinzu, die bei ungeeigneten Bändern zu einer Versprödung führen kann.
Die freie Bewitterung gilt als Härtetest für den Einsatz im Außenbereich. Sie sollte 12 Monate möglich sein, da beispielsweise aufgrund verspäteter Baustofflieferungen längere Arbeitsunterbrechungen nötig sein können. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Schlagregensicherheit und Wasserundurchlässigkeit, denn sie bewahrt die Gesamtkonstruktion vor eindringender Feuchtigkeit von außen und sorgt dafür, dass die Klebkraft nicht beeinträchtigt wird. Gleichzeitig muss aber Wasserdampf von der Innenseite nach außen diffundieren können, damit sich kein Kondensat unter dem Klebeband ansammelt. Ideal ist dafür ein sehr niedriger Dampfdiffusionswiderstand von sd < 2 m. Die zahlreichen zu verklebenden runden und eckigen Durchdringungen auf dem Dach lassen sich sicherer abdichten, wenn das Band besonders flexibel ist und sich dem entsprechend dicht anschmiegt.
Bei der Planung der luftdichten Schicht im Innenbereich müssen andere Rahmenbedingungen berücksichtigt werden. Viele Anschlussdetails gestalten sich kompliziert und befinden sich in schwer zugänglicher Lage. Werden hier auch nur kleinste Lecks hinterlassen, können im Laufe der Zeit schwere Bauschäden entstehen, die schließlich Reklamationen nach sich ziehen. Bänder mit steifem Papierträger sorgen dafür, dass lange Überlappungen in der Praxis sicher und fachgerecht abgedichtet werden können. Runde Durchdringungen hingegen erfordern flexible Träger, damit sich das Band bestmöglich an das Rohr anschmiegen kann. Nur dadurch lassen sich dauerhaft dichte Anschlüsse herstellen, die Baubewegungen mitmachen. Ideal eignen sich Spezialfolien mit verstärkendem Fadengelege, welches das Material dehnbar macht. Geht es um Anschlüsse von Dachfenstern, Ecken, Tür- und Fensterrahmen bewährt sich ein bereits vorgefaltetes Band, weil dieses passgenau angeklebt werden kann. Bei der späteren Beplankung entstehen somit keine Leckagen.

Um den unterschiedlichen Anforderungen und Bedingungen bei der Ausbildung der luft- beziehungsweise winddichten Schicht gerecht zu werden, umfasst das Sortiment von Siga eine Vielzahl verschiedener Klebebänder. Dazu gehören Produkte wie das extrem kälte- und hitzebeständige Wigluv, das sämtliche Kriterien für den Einsatz im Außenbereich erfüllt. Im Innenbereich eignet sich das vorgefaltete Corvum bestens für Ecken sowie Fenster- und Türrahmen. Überlappungen bei Dampfbremsen oder Holzwerkstoffplatten können mit dem stark klebenden Sicrall verschlossen werden, während das dehnbare Rissan bei runden Durchdringungen und Sockelanschlüssen seine Stärke beweist.
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