Sozial orientierte Wohnungsunternehmen unterstützen weiterhin die Klimaziele
Blick über den Tellerrand
Unsichere Fördersituationen sind der meist genannte Grund für zahlrecihe Wohnungsunternehmen ihre Investitionen in einen klimaneutralen Wohnungsneubau zu reduzieren. Auch hohe Baukosten und gestiegene Zinsen führen zu weniger Euphorie Wohnraum zu schaffen. Auch die fehlende Einbindung in den Prozess der kommunalen Wärmeplanung sorgt bei vielen Wohnungsunternehmen für Unsicherheit - sind sie doch wichtige lokale Akteure.
Der Umstieg auf eine regenerative Wärmeversorgung erfordert Planungssicherheit. Die Energie- und Wärmewende muss sektorübergreifend weiter vorangetrieben werden.
Die Akteure der Wohnungswirtschaft wünschen sich verbindlichere Vorgaben in Bezug auf Förderbedingungen.
Mieten im sozialen Wohnungsbau stabil
Die durchschnittliche Nettokaltmiete lag 2024 in den befragten Unternehmen bei 6,92 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche - fast einen Euro unter Bundesdurchschnitt. Die Verlängerung der Mietpreisbremse ist jedoch für die Bestandshalter ein herber Rückschlag - vor allem mit Hinblick auf die Finanzierung der geforderten Investitionen. Denn: Die Transformation der Bestände erfordert Investitionen und damit auch moderate Mieterhöhungen, um die Mieterinnen und Mieter langfristig vor zu stark steigenden Heizkosten zu schützen.
Umsetzung ihrer Klimastrategie
Bereits 62 Prozent der antwortenden Unternehmen befinden sich in der aktiven Umsetzung ihrer Klimastrategie, 25 Prozent im Prozess der Entwicklung. Lediglich sieben Prozent haben noch keine Strategie. Der aktuelle Median der Treibhausgas-Emissionen liegt bei den IW.2050-Partnern im Schnitt noch bei 23,36 Kilogramm CO2 pro Quadratmeter Wohnfläche pro Jahr - anvisiert für 2045 ist ein Medianwert von 7,36.
Bei vielen Unternehmen steht nach Ermittlung des Klimapfades noch ein Abgleich aller ins Auge gefassten klimarelevanten sowie weiteren notwendigen Investitionen und der langfristigen Wirtschaftsplanung an. Einige IW.2050-Unternehmenspartner haben ihre Strategien gemäß der Initiative "Praxispfad CO2-Reduktion im Gebäudesektor" bereits umgestellt oder sind dabei dies zu tun. Defossilierung im Heizungskeller sowie eine geringere Eingriffstiefe bei der energetischen Modernisierung und eine dadurch breitere Durchdringung der Portfolien sind wesentliche Faktoren bei der realistischen Umsetzung der Klimaneutralität.
Praxisbericht am 25. November 2025 in Berlin vorgelegt
Die Publikation beinhaltet auf 177 Seiten Zahlen, Daten und Fakten aus aktuellen Umfragen, umfasst Klimastrategien, Projekte, Erfahrungsberichte, Meinungen und Einschätzungen von Wohnungsunternehmen unterschiedlichster Größenordnung. Und das durchaus repräsentativ, denn der Gebäudebestand der derzeit 252 IW.2050-Partner umfasst rund 2,2 Millionen Wohneinheiten, in denen rund 5,8 Millionen Menschen leben. Bei einem Blick über den Tellerrand kommen im Bericht auch Wissenschaftler:innen, Bundes- und EU-Politiker:innen sowie zahlreiche Verbände benachbarter Branchen zu Wort.
Der IW.2050-Praxisbericht wird vom GdW in den Fachministerien und im Bundestag verteilt. Interessierte Leser:innen können den untenstehenden Bericht herunterladen (PDF, knapp 180 Seiten, 9 MB, kostenfrei).
Quelle: Initiative Wohnen.2050 (IW.2050)













