Kolumne

Krieg in Europa: Und jetzt?

1105
 Bild: GdW
Bild: GdW

Krieg in Europa: Und jetzt!

Wer hätte das gedacht? Krieg in Europa, vom Zaun gebrochen von der Großmacht Russland. Als wenn die Corona-Krise nicht schon genug am Nervenkostüm genagt hätte. Ich bin ehrlich gesagt geschockt.

Mit meinen fast 60 Jahren habe ich nur Frieden erlebt und war stolz und glücklich, dass die Menschen in Europa sich so lange nicht bekriegt haben. Was geht nur in den Köpfen derjenigen vor, die mit Parolen wie „Entnazifizierung“ und „Greueltaten gegen unsere Landsleute“ einen Angriffskrieg begründen. Als wenn wir das nicht schon mal gehabt hätten und gesehen haben, was daraus geworden ist.

Ich bin jetzt erst einmal Mensch und sorge mich um die Zukunft meiner Familie und Freunde. Einige davon leben in der Ukraine und ich weiß aktuell nicht, wie es ihnen geht. Ich fühle mich angesichts dieses menschenverachtenden Vorgangs des russischen Regimes machtlos und wütend. Auch weil man über die Medien den Eindruck gewinnt, dass mit logischen Argumenten kein Umdenken erzielt werden kann. Einzig die vielen mutigen Demonstranten in Russland und in ganz Europa, die gegen den Krieg auf die Straße gehen, lassen mich hoffen.

Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) schreibt vor, dass zu Prozessen, bei denen personenbezogene Daten verarbeitet werden, der Verantwortliche Verfahrensverzeichnis führen muss. Insbesondere bei einer Prüfung durch die Datenschutzbehörden muss der Verantwortliche...

Doch welche Auswirkungen wird dieser Krieg auf uns, unser Tun als Hausverwaltung und unsere Kunden haben? Die Situation rund um Strom, Gas und Öl ist vorhersehbar: Die Kosten werden drastisch steigen und ich setze mich gerade mit meinen Mitarbeitern hin und formuliere eine Rundmail an alle Kunden, um sie auf diese Entwicklung vorzubereiten. Die bis dato ausgearbeiteten Wirtschaftspläne und das individuelle Hausgeld werden garantiert nicht ausreichen. Es wird also zu Nachzahlungen kommen. Gleiches gilt für die Mieter unserer Objekte. Mit den Vermietern gehen wir in den nächsten Tagen in die Diskussion, wie wir bei auftretenden Zahlungsproblemen der Mieter umgehen und welche Wohnraum-Angebote wir evtl. ukrainischen Flüchtlingen machen können.

Denn auch wenn ich einen Krieg nicht selbst mitgemacht habe, so kann ich mir sehr gut vorstellen, welches Leid durch Vertreibung, Tod und Angst diese Menschen durchmachen. Vielleicht können wir ja unseren kleinen Beitrag dazu leisten, diese ein wenig zu mildern.

Hoffen wir mal, dass aus dieser Situation nicht das wird, wovor wir alle Angst haben und sich die Menschen daran erinnern, dass Krieg immer schlecht ist. Für jeden!

Michael Friedrich

Michael Friedrich
Hausverwalter, Autor, Der Verwalter-Berater
AnhangGröße
Beitrag als PDF herunterladen243.69 KB

◂ Heft-Navigation ▸

Artikel Krieg in Europa: Und jetzt?
Seite 6
7.2.2023
Kolumne
Ist mein Glas halbvoll oder halbleer? Wie wir auf Krisen und Herausforderungen blicken, hat oft etwas mit der inneren Einstellung zu tun. Das Jahr 2022 hatte mit so ziemlich allen Krisen aufgewartet...
26.7.2024
Ergebnisse Zensus 2022
Ende Juni hat das Statistische Bundesamt die Ergebnisse des Zensus 2022 veröffentlicht. Die Daten zur Entwicklung des Wohnungsmarktes und der Wohnsituation der Menschen seit 2011 werden von den...
1.7.2025
Editorial
Sie hat sich wirklich wohltuend beeilt, die neue Bundesregierung mit der Verabschiedung des sogenannten Bau-Turbos, dieses Gesetzentwurfs, den größtenteils bereits die Ampelregierung erarbeitete. Die...
8.8.2025
Architektin Antonia Cruel im Interview
Architektin Antonia Cruel hat sich in ihrer Masterarbeit mit der Zwischennutzung von Büroleerstand befasst und dazu gleich in ihrer ersten beruflichen Station Immobilieneigner beraten.
3.4.2024
Kolumne
Seit einiger Zeit stelle ich fest, dass schriftliche Mitteilungen an meine Kunden kaum noch gelesen bzw. verstanden werden. Woran ich das festmache? Wie würden Sie das beurteilen, wenn Sie nach einem...
2.6.2023
Dramatischer Appell der mitteldeutschen Wohnungswirtschaft
Mehr als 100.000 Wohnungen stehen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen leer. Durch klimagerechte Sanierung könnten sie zur Entspannung des Wohnungsmarktes beitragen, fordern die Verbände der...