Ausgabe 4/2022

Die April-Ausgabe der IVV immobilien vermieten & verwalten
Thomas Engelbrecht
Thomas Engelbrecht
Chefredakteur

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

in Ost-Europa herrscht Krieg und eine Antwort Deutschlands und Europas müssen mehr Wohnungen sein. Sicher wohnen ist ein Menschenrecht. Auch das wird durch den Angriffskrieg des Kreml in Schutt und Asche gelegt. Der Überfall auf die Ukraine hat die größte Fluchtbewegung seit dem Zweiten Weltkrieg ausgelöst. Kein Mensch weiß, wie diese Tragödie weitergeht und wie viele Menschen in Deutschland Zuflucht und Obdach suchen werden. Es ist ein Segen, dass die EU-Staaten sich einig sind, allen Flüchtenden Schutz zu gewähren. Mindestens ein Jahr lang bekommen sie ein Aufenthaltsrecht, ein Anrecht auf Sozialleistungen und eine Arbeitserlaubnis. Dieser Status kann auf drei Jahre verlängert werden. Die seltene Einigkeit der Europäischen Union angesichts dieser gewaltigen Aufgabe ist gleichermaßen von humanitärer wie auch strategischer Bedeutung. Denn ein Streit unter den Mitgliedsstaaten wäre ein Sieg des Zynikers, des Meisters geheimdienstlicher Destabilisierung im Kreml gewesen.

Es bleiben die praktischen Hürden und Probleme der Unterbringung und Integration so vieler Kriegsvertriebener, vor allem junge Frauen und Kinder. Die ersten Reaktionen aus der gewerblichen Wohnungswirtschaft sind ermutigend. Man zählt leer stehende Wohnungen, ja Wohnungsleerstand bekommt in diesen Kriegstagen eine ganz andere Bedeutung.

Wie viel Neubau im Schatten des Krieges wirklich notwendig sein wird, ist unternehmerisch nicht zu kalkulieren. Wie lange wird der Krieg dauern? Werden die ukrainischen Männer, die jetzt kämpfen müssen, irgendwann nachziehen? Oder warten ihre Familien, die jetzt im Westen Zuflucht haben, auf das Ende des Krieges, um zurückgehen und ihr Land wieder aufbauen zu können? Es kann Jahre dauern, bis wir darauf Antworten haben.

Die EU-Staaten haben ihre Tore für Kriegsflüchtlinge weit aufgemacht. In Deutschland ist auf Seiten von Bund und Ländern angesichts des unproduktiven förderalen Hin und Her in den ersten vier Wochen des Krieges nicht viel passiert. Die Hilfe wird bislang im Wesentlichen von den ehrenamtlichen Helfern zivilgesellschaftlicher und karitativer Organisationen getragen. Und dass die Vertriebenen nicht unter freiem Himmel kampieren müssen, ist bislang der privaten Hilfsbereitschaft von Mietern und Eigentümern zu verdanken. Man rückt zusammen. Die ukrainischen Bürger, die Verwandte und Freunde aufnehmen, sowieso. Schnell dürften die privaten Wohnräume erschöpft sein. Dann sind der Staat und die gewerbliche Wohnungswirtschaft gefordert.

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Inhalt dieser Ausgabe

Editorial

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Editorial

Der barbarische Angriffskrieg des Kreml-Herrn gegen die Ukraine hat binnen weniger Tage die größte Fluchtbewegung seit dem Zweiten…

MAGAZIN

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Kolumne

Krieg in Europa: Und jetzt!

Wer hätte das gedacht? Krieg in Europa, vom Zaun gebrochen von der Großmacht…

Seite 6
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Statistisches Bundesamt

Beim Planen neuer Wohngebäude wird in Deutschland deutlich stärker auf erneuerbare Energien als Hauptenergiequelle gesetzt, meldet das…

Seite 6
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Explodierende Energiekosten

Anfang Februar hatte die Bundesregierung einen einmaligen Heizkostenzuschuss für einkommensschwache Mieterhaushalte…

Seite 8

WOHNUNGSWIRTSCHAFT

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Angriffskrieg gegen die Ukraine

Die deutsche Immobilienwirtschaft rechnet im Zuge des russischen Angriffs auf die Ukraine mit bis zu 1,29 Millionen Flüchtenden und einem…

Seite 12
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Weißenfels – dieser Name sagt vielen wahrscheinlich gar nichts, BMW und Porsche hingegen vermutlich schon. „Alles vor unserer Haustür…

Seite 16
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BBU-Marktmonitor 2021 für Berlin und Brandenburg

Gemäß der Marktanalyse des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) kostete eine im Jahr 2020 bei einem Mitgliedsunternehmen…

Seite 20
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Wohnungsbau 2010–2020

Das Jahr 2020 brachte 112.915 neu errichtete Wohngebäude. In diesen Gebäuden befinden sich 268.774 Wohnungen mit einer Wohnfläche von…

Seite 22

SPECIAL

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Digitalisierung von Mietwohnungen

Seit 2019 arbeitet die GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen in Bremen daran, ihren gesamten Wohnungsbestand zu digitalisieren. Mit…

Seite 26
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Building Information Modeling

Da aktuell etwa 70 bis 80 Prozent des Bauens im Bestand stattfindet und digitale Gebäudedaten auch die Nutzung und Instandhaltung vereinfachen,…

Seite 30
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Buildung Information Modeling

AIA/BAP: In den Auftraggeber-Informations-Anforderungen (AIA) werden die Ziele des BIM-Einsatzes festgelegt („Pflichtenheft“). Der aus den AIA…

Seite 31
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CO2-Preis und Digitalisierung

Das neue Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen wird schon bald eine ganze Reihe von Maßnahmen in die Wege leiten, die diese…

Seite 32
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Zusatzinfos zu CO2-Preis und Digitalisierung

Wohngebäude:
Heizung, Klasse B: 12 %
Heizung, Klasse A: 19 %

Trinkwarmwasser, Klasse B: 10 %
Trinkwarmwasser, Klasse…

Seite 33
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Zusatzinfos CO2-Preis und Digitalisierung

SHAPE (2010-2012) Dezentrales Energiemanagementsystem zur Optimierung des Energieverbrauchs in Wohnungen
ProSHAPE (2014-2016) Dezentrales…

Seite 34
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metr digitalisiert Heimstaden-Hochhaus

Die technische Gebäudeausrüstung ist ein wesentlicher Ansatzpunkt, um Gebäude effizienter und nachhaltiger zu bewirtschaften. Das gelingt mit…

Seite 35
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Verwaltung profitiert von zufriedenen Kunden

Spezialisierte Softwarelösungen für Immobilienverwalter bieten nicht nur den zuständigen Mitarbeitern sondern auch ihren Kunden zahlreiche…

Seite 36
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Mehr Effizienz

Verwalter müssen stets alle benötigten Daten zusammentragen und schnell auf neue Beschlüsse, wie zum Beispiel eine Mietpreisbremse, reagieren. Mit…

Seite 37

INVESTITIONEN & TECHNIK

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Es braucht mehr Information und Aufklärung

Das WoHo, so der Projektname, hatte sich in einem Architekten-Wettbewerb durchgesetzt und soll nach seiner Fertigstellung 2026 das höchste…

Seite 38
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Weitsichtige Planung für Generationen

Mit einem nachhaltigen Baukonzept und der Ausrichtung auf eine zukunftsfähige soziale Wohnstruktur für viele Altersklassen realisierte das…

Seite 42
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Individueller Farbklang für jedes Gebäude

Die Hauptfassaden der Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 44 Wohnungen sind einheitlich warmweiß, sie unterscheiden sich aber durch einen…

Seite 44

RECHT

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So hat es das höchste deutsche Gericht entschieden. Im Bundesland Rheinland-Pfalz sollte ein Grundstückseigentümer Erschließungsbeiträge in Höhe…

Seite 38
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Es war für die Nachbarn unübersehbar, was Wohnungseigentümer im Erdgeschoss über ihrem Wintergarten angebaut hatten: eine fünf Meter breite und…

Seite 38
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Steuerermäßigung

Wer aus seiner Wohnung oder seinem Haus ausziehen und in ein Heim einziehen muss, auf den kommen erhebliche Kosten zu. Diese können in…

Seite 38
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In einer vermieteten Wohnung war es zu einem größeren Leitungswasserschaden gekommen. Doch anstatt den Schaden vertragsgemäß zu regulieren,…

Seite 38
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Mietminderung?

1. Verhindert ein Mieter die Beseitigung eines Mangels, führt das Vorliegen des Mangels nicht zur Minderung der Miete.

Seite 47
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Eine neu anzubringende Wärmedämmung, die minimal die Grenze zum Nachbargrundstück überschreitet, muss unter Umständen hingenommen…

Seite 48
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Eine Mieterin wurde von ihrem Arbeitgeber für ein Jahr ins Ausland versetzt. Ihre Ein-Zimmer-Wohnung wollte sie für diese Zeit nicht…

Seite 49
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Niemand kommt ganz drum herum, bestimmte Gegenstände oder deren Verpackung bei sich zu lagern. Manche nutzen dafür den Keller, andere…

Seite 49
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Wer im Zuge einer Schenkung als Beschenkter Aufwendungen tätigen muss, um etwaige Herausgabeansprüche von Erben zu vermeiden, der kann…

Seite 49

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