Deutscher Städtetag

Preise für Immobilien sind 2021 weiter gestiegen

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 Bild: Pixabay/ JHertle
Bild: Pixabay/ JHertle

Die Preise für Grundstücke, Wohnungen und Häuser sind im Jahr 2021 weiter gestiegen. Das bildet für weite Teile der Bevölkerung eine hohe Hürde beim Erwerb von Wohneigentum. Die Zahl der Kaufverträge ist zurückgegangen.

Eine Trendwende sei nach einer Umfrage des Deutschen Städtetages unter seinen Mitgliedsstädten nicht in Sicht. In 88 Prozent der Städte seien die Preise angestiegen. Nur 3 Prozent der Städte stellten fallende Immobilienpreise fest. 9 Prozent der Städte ermittelten konstante Preise. Dagegen seien die Kaufvertragszahlen überwiegend rückläufig. Damit setze sich der Trend der Vorjahre fort.

Preissteigerungen zeigten sich bei den 107 befragten Städten auf allen erhobenen Teilmärkten, also bei unbebauten und bebauten Grundstücken, Wohnungen sowie Häusern. An der Spitze stünden, wie bereits im Vorjahr, die Ein- und Zweifamilienhausgrundstücke: Fast alle befragten Städte (96 Prozent) meldeten in diesem Segment steigende Preise (Vorjahr: 93 Prozent).

36 Prozent der Städte melden rückläufige Zahl von Kaufverträgen

Gleichzeitig sei die Zahl der Wohnimmobilien, die zum Verkauf stehen, leicht rückläufig: So hätten 36 Prozent der an der Umfrage beteiligten Städte fallende Kaufvertragszahlen mitgeteilt. Insbesondere bei den Bauplätzen für eine individuelle Bauweise (48 Prozent) und bebaute Ein- und Zweifamilienhausgrundstücke (41 Prozent) sinke in diesem Marktsegment das Angebot in den meisten Städten weiter. In 31 Prozent der Städte blieben die Verkäufe auf Vorjahresniveau und in 33 Prozent der Städte standen mehr Wohnimmobilien zum Verkauf als im vorherigen Jahr.

Mehr Verkäufe von Grundstücken für Geschosswohnungsbau

Allein bei Grundstücken für den Geschosswohnungsbau lasse sich ein im Vergleich zum Vorjahr steigender Trend der Transaktionen feststellen: 29 Prozent der teilnehmenden Städte verzeichneten steigende Verkäufe, im Vorjahr waren es noch 18 Prozent. Diese Entwicklung korrespondiere mit der sinkenden Zahl an Bauplätzen für Einfamilienhäuser.

Aus Sicht des Deutschen Städtetages ist der steigende Trend beim Verkauf von Grundstücken für den Geschosswohnungsbau positiv. Denn auf diese Weise würden knappe Flächen in den Städten, die immer teurer werden so genutzt, dass möglichst viel Wohnraum entsteht. Dieser Trend müsse aber noch deutlich verstärkt werden. Das erfordere höhere Dichten in Baugebieten bei gleichzeitig mehr Qualitäten für die Grün- und Freiflächen.

Covid-19-Pandemie hatte keine Auswirkungen auf Transaktionen

Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sind auch für das Jahr 2021 aus den Ergebnissen der Umfrage nicht ablesbar. Damit scheint sich zu bestätigen, dass der Markt für Wohnimmobilien vergleichsweise unbeeinflusst von der „Corona-Krise“ geblieben ist. Größeren Einfluss auf die Entwicklungen der Umsätze und Preise haben weiterhin ein zumindest partiell niedriges Angebot bei weiterhin günstigen Rahmenbedingungen sowie wirtschaftliche Einflussfaktoren (zum Beispiel Zinsniveau).

Zum Hintergrund der Umfrage

Der Bericht „Markt für Wohnimmobilien 2021“ basiert auf einer Umfrage, an der 107 Städte aus der Mitgliedschaft des Deutschen Städtetages teilgenommen haben. Die untersuchten Städte haben alle mehr als 50.000 Einwohnerinnen und Einwohner und sind geografisch den Analyseregionen Nord, Süd, Ost und West zugeordnet. Datenquelle für die vorliegende Untersuchung sind die Kaufpreissammlungen der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte in den beteiligten Städten. Diese erhalten aufgrund gesetzlicher Verpflichtung unter anderem alle von den Notarinnen und Notaren beurkundeten Immobilienkaufverträge.

Mehr zur Preisentwicklung von Eigentumswohnungen auf Seite 20.

Redaktion (allg.)

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