Das Comeback der Werkswohnung

Unternehmen setzen auf bezahlbaren Wohnraum für den Nachwuchs

Der Wohnungsmarkt in Großstädten wie Hamburg oder Bremen bleibt angespannt. Da sind günstige Betriebs- und Azubiwohnungen ein Trumpf im Wettbewerb um den Nachwuchs. Rund 42 Prozent der Ausbildungsplätze in Hamburg werden nämlich mit Auswärtigen besetzt, die häufig eine Bleibe in Hamburg oder Umgebung brauchen. Damit sie den aktuellen und zukünftigen Fachkräftebedarf sichern können, sind Großstädte darauf angewiesen, für nachwachsende Generationen weiterhin attraktiv zu bleiben. Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für diese jungen Menschen ist deshalb bei der Gewinnung junger Fachkräfte entscheidend.

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Mit Belegrechten für Unternehmen: Bremer Projekt Azubi-Wohnen Bild: Senatspressestelle
Mit Belegrechten für Unternehmen: Bremer Projekt Azubi-Wohnen Bild: Senatspressestelle

In Amsterdam wohnen Studierende in einem Komplex aus 1.000 recycelten und aufeinandergestapelten Schiffscontainern, in Big Lake (Alaska) sollen Studenten schon bald in eine ausrangierte Boeing 727 einziehen, die umgebaut wurde. Diese Beispiele machen deutlich wie dringend der Bedarf bei bezahlbarem Wohnraum ist. Bei durchschnittlichen Preisen von ca. 620 Euro für ein WG-Zimmer in Deutschland ist es zurzeit schwer, eine bezahlbare Bleibe zu erhaschen. In manchen Metropolen wie Berlin oder Hamburg gilt zwar die Mietpreisbremse, doch bei möblierten Zimmern dürfen Vermieter deutliche Zuschläge verlangen.

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Redaktion (allg.)

Pixabay/ Mohamed_hassan

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Artikel Unternehmen setzen auf bezahlbaren Wohnraum für den Nachwuchs
Seite 15 bis 17
17.4.2025
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