Wie können wir heizen, damit es nicht zu warm wird?

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 Bild: Adobestock/ my_stock
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Viel Jubel gab es in gewissen Kreisen, als der mächtigste Politiker der Gegenwart die Gefährdungsfeststellung von Treibhausgasen kurzerhand gekippt hat. Gemäß seiner Entscheidung stellt Kohlendioxid, das zu diesen Gasen zählt, keine Gefahr mehr für den Klimaschutz dar. Damit wird klar, die Umkehr des geflügelten Wortes ‚Wissen ist Macht‘ in ‚Macht ist Wissen‘ führt in die Irre. Der alte Sponti-Spruch ‚Nichts wissen, macht auch nichts‘ hingegen ist in diesem Zusammenhang leider mehr als eine Spur zu lässig. Schade eigentlich, denn mit Weisheiten aus der einstigen Langhaar-Fraktion hätten wir dem US-Präsidenten besonders gerne Kontra gegeben. Nun stellt sich beim Klimawandel die Frage: Müssen wir wirklich alles selber machen?

Offenbar müssen wir, aber Immobilienverwaltungen sind dabei nicht alleine. Unser Special über Heizungstechnik und Sanitäranlagen zeigt anschaulich, welche Möglichkeiten für die Wärmewende zur Verfügung stehen. Etwa wenn es darum geht, in Mehrfamilienhäusern CO2 Emissionen und Nebenkosten gleichzeitig zu senken. Der Fachautor Frank Urbansky erläutert ganz konkret, wie energetische Sanierung im Bestand erfolgen kann, indem Gas-Etagenheizungen durch Luft-Luft-Wärmepumpen ersetzt werden. Einen klaren und kritischen Blick, der mit viel Wissen unterfüttert ist, wirft die Autorin Eva Kafke auf elektrische Direktheizungen. Sie liefert eine aufschlussreiche Übersicht, was elektrische Direktheizungen leisten können und wieviel das kostet. Ein Praxisbeispiel zeigt zudem in einem weiteren Beitrag, wie sich Infrarotheizung in einem von Grund auf sanierten ehemaligen Gasthof erfolgreich einsetzen lässt.

Wer die Innovationen der SHK-Branche persönlich kennenlernen will und dabei jede Menge persönliche Kontakte knüpfen kann, der hat im März und April dafür ausreichend Gelegenheit. Am 17. März öffnet die SHK+E in Essen ihre Pforten und ab dem 14. April feiert die IFH/Intherm in Nürnberg ihr 50-jähriges Bestehen. Wer es lieber etwas familiärer mag, der hat gleich zwei gute Gründe um nach Würzburg zu fahren. Dort findet am 16. April der Fachkongress zur Infrarotheizung statt, bevor sich am 5. und 6. Mai der Deumess-Fachkongress seinem diesjährigen Motto widmet: „Messwesen neu denken: Daten. Schnittstellen. Partner.“

In neuen Dimensionen ist die Hamburger Hausverwaltung BVE das Thema Mieterstrom angegangen. Für nicht weniger als 4.000 Mietwohnungen will sie bis 2029 Solarstrom direkt vom Dach zur Verfügung stellen. Der Clou dabei: Der Strom von oben ist nicht nur öko, er ist auch günstig. Allerdings bedarf es einer präzisen Planung und akribischen Umsetzung damit so ein Megawatt-Projekt funktionieren kann. Jährlich sollen damit übrigens 1.580 Tonnen CO2 weniger in die Luft geblasen werden, weil es eine Hausverwaltung einfach macht und zwar mit Partnern.

Mit Partnern lässt sich im Neubau Carsharing realisieren. Das kann für Wohnungsunternehmen nicht zuletzt deswegen interessant sein, weil sich auf diese Weise der eine oder andere Stellplatz sparen lässt.

Nicht sparen sollten Sie sich hingegen die Lektüre dieser Ausgabe der IVV. Sonst könnte Ihnen eine mächtige Ressource entgehen: Wissen.

Christian Veh

Bild: HUSS-Medien GmbH/ Angela Maly
Chefredakteur

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Artikel Wie können wir heizen, damit es nicht zu warm wird?
Seite 3
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