Ausbau der Photovoltaik 2024

Zuwachs von mehr als einer Million Solarstromanlagen

Solaranlagen deckten 2024 rund 14 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland. Dank mehr als einer Million neu registrierter PV-Anlagen überschritt die Gesamtleistung aller Systeme die 100-Gigawatt-Marke. Der Anteil von PV-Kraftwerken auf Mehrparteienhäusern und Mieterstrom-Anlagen ist gering.

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 Bild: Pixabay/ Solarimo
Bild: Pixabay/ Solarimo

Die Leistung neu installierter Photovoltaik-Anlagen wuchs gegenüber dem Vorjahr um rund 10 Prozent. Diese Zahlen gehen aus Hochrechnungen hervor, die der Bundesverband Solarwirtschaft auf Basis von Daten der Bundesnetzagentur vorgenommen hat. Der solare Kraftwerksbestand deckte 2024 rund 14 Prozent des Stromverbrauchs (2023: 12 %). Bei der Stromerzeugung aus Sonnenlicht seien 2024 etwa eine Million Photovoltaik-Systeme mit einer Spitzenleistung von rund 17 Gigawatt auf Dächern und Freiflächen neu in Betrieb genommen worden, berichtete der Verband weiter. Dies seien 10 Prozent mehr als im Vorjahr.

Neue Anlagen entstehen vor allem in ebenerdigen Solarparks

Wachstumstreiber waren 2024 vor allen Dingen ebenerdig errichtete Solarparks mit einem Vorjahresplus von rund 40 Prozent (6,3 GW). Bei Solarstromanlagen auf Firmendächern rechnet der Verband mit einem Wachstumsplus in Höhe von rund 25 Prozent (3,6 GW).

Verkaufsboom für Balkonkraftwerke

Einen anhaltenden Boom verzeichnete weiterhin die Nachfrage nach Steckersolargeräten, sogenannten Balkonkraftwerken. Ihre neu installierte Leistung habe sich 2024 gegenüber dem Vorjahr auf 0,4 GW verdoppelt.

Eigenheimbesitzer investieren weniger

Nach mehreren Rekordjahren in Folge habe sich hingegen der Zuwachs von Solarstromanlagen auf Eigenheimdächern im abgelaufenen Jahr verlangsamt. Im Vergleich zum Vorjahr sank deren neu errichtete Photovoltaik-Leistung nach Hochrechnung von BNetzA-Daten um rund 15 Prozent (Leistungsklasse unter 30 kWp: 6,7 GW).

Mieterstromanlagen weiterhin von geringer Bedeutung

Solarstromanlagen auf Mehrparteienhäusern finden in der aktuellen Statistik des BSW keine Erwähnung. Der Anteil von Mieterstromanlagen auf den Gebäuden von Wohnungsunternehmen spielen bislang jedoch kaum eine Rolle bei der elektrischen Energiewende. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geht davon aus, dass es 2023 knapp 9.000 Mieterstromanlagen gab und beruft sich dabei auf Angaben der Bundesnetzagentur. Nach einer Untersuchung des Öko-Energieversorgers Naturstrom AG wurden 2024 rund 1.970 Photovoltaikanlagen auf Mehrfamilienhäusern installiert. Zusammen kommen diese Anlagen auf eine Leistung von 133Megawatt. Im Jahr zuvor waren es etwa 1.700 Anlagen mit 108MW. Zum Vergleich: Auf den Dächern von Eigenheimen gingen im letzten Jahr 477.000 Photovoltaik-Anlagen ans Netz.

Auch nach der Verabschiedung gewisser gesetzlicher Erleichterungen beklagt die Wohnungswirtschaft bürokratische und steuerliche Hürden für den Betrieb von Solarstromanlagen auf Mehrparteienhäusern. (Red.)

Redaktion (allg.)

Pixabay/ Mohamed_hassan

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Seite 7
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