Projektentwickler-Preis

FIABCI Prix d’Excellence 2018 ist entschieden

28.11.2018

Beim deutschen Projektentwicklerpreis sind Gold, Silber und Bronze vergeben.

Mit Gold ausgezeichnet: UpTownhouses in Hamburg. Licht fördert das Wohlbefinden: Gute Architektur lässt Tageslicht in die Wohnräume. FOTO: Rolf Otzipka Fotografie

GOLD: upTOWNHOUSES, Hamburg

Die upTOWNHOUSES sind Teil des neuen und urbanen „Quartier Finkenau“, das auf einer Konversionsfläche in zentraler Lage von Hamburg-Uhlenhorst entstanden ist. Im Sinne des hierfür entwickelten Konzeptes „Hamburger Stadthaus – individuell und urban leben“ sind hier verschiedene architektonische Interpretationen in einem Wohnquartier entstanden. Diese zeichnen sich durch höchste Ansprüche an Qualität und Individualität des urbanen Wohnens aus.

Die abwechslungsreiche Anordnung der unterschiedlichen Haustypen schafft ein hohes Maß an städtebaulicher Qualität und fördert die Identifikation mit dem neuen und urbanen Quartier.
Prägendes Element für das städtebauliche Bild ist eine grüne Mittelallee, die mit ihrer großzügigen Atmosphäre die Oberaltenallee ebenso vornehm wie selbstverständlich mit dem Elbekanal verbindet. Dies verleiht dem ganzen Quartier Halt, Auftritt und Prägnanz.

Durch die Kombination des Hauptenergieträgers Fernwärme mit einer kontrollierten Lüftungsanlage und einer hocheffizienten Wärmerückgewinnung konnte ein hoher Energiestandard erreicht werden.
Trotz der hohen Gestaltungsvielfalt der jeweiligen Haustypen schaffen es die upTOWNHOUSES, eine harmonische Einheit zu formulieren und so nachhaltig die Ziele der angestrebten Quartiersentwicklung und des Städtebaus zu erreichen.

SILBER: Der Holzhybrid – Mikrowohnen für Studenten, Berlin

Mit dem Objekt wurde eines der ersten sechsgeschossigen, modularen Holzhybrid-Gebäude in Berlin errichtet. Dabei wurde die Kernidee verfolgt, ein bezahlbares, nachhaltiges und komfortables Wohnraumangebot für Studenten zu schaffen.
Die realisierte Bauweise definiert sich über die Kombination von unterschiedlichen Materialien (hier Holz und Stahlbeton) und bringt so die Vorteile der einzelnen Werkstoffe in Einklang. Um unter anderem die Genehmigungsfähigkeit zu gewährleisten, wurden umfangreiche Vorgespräche mit den Genehmigungsbehörden und Prüfingenieuren geführt. Schließlich stellte die Ausführung der tragenden Elemente aus sichtbaren brennbaren Materialien ein absolutes Novum dar.

Im Rahmen eines kollaborativen Workshop-Verfahrens mit Architekten, Tragwerksplanern, Bauphysikern, Brandschützern und Fachleuten der Gebäudetechnik wurde eine vervielfältigbare Bauweise, der Technisch optimierte Prototyp (TOP), entwickelt.
Um die Bauweise des Holzhybrides auch nach außen zu tragen, wurden Holzfenster gewählt und die Fensterlaibungen zusätzlich asymmetrisch mit Lärchenholz verkleidet.

In der Fassadengestaltung wurde der Baustoff Holz visualisierend nochmals aufgegriffen.
Der gesamte Projektverlauf war geprägt durch eine interdisziplinäre, kooperative Zusammenarbeit mit allen Projektbeteiligten. Wesentliche Entscheidungen zu Design, Konstruktion und Abläufen wurden auf Basis von BIM basierten Bausitzungen kooperativ getroffen. Entstanden sind moderne, innovative und bezahlbare Mikroappartements für Studenten, die sich schnell und kostensparend in Drittverwendungsoptionen umbauen lassen, um eine nachhaltige Nutzung des Gebäudes zu gewährleisten.

BRONZE:  KunstCampus, Berlin

Das Projekt KunstCampus ist Teil der Berliner Europacity, die rund um den Hauptbahnhof und entlang des Berlin-Spandauer Schifffahrtskanals als neue, moderne Mitte der Stadt entsteht. Der Standort bietet gleichermaßen eine ruhige Wasserlage und kurze Wege in das Regierungsviertel oder die historische Mitte. Die elegante moderne Architektur mit ihrer kristallin erscheinenden Fassade, die als Galeriefläche geplanten Erdgeschossbereiche und die Nähe zur kulturellen Mitte Berlins verstehen sich als ein Lifestyle-Statement für kulturell interessierte Menschen.

Das moderne Erscheinungsbild des siebengeschossigen Gebäudes ist geprägt von einer Schichtung verschiedener facettierter Oberflächen. Die Balkone, die mit ihrer trapezförmigen Grundform unregelmäßig herausragen und in variierenden Farbnuancen beschichtet sind, bilden das optische Highlight der Fassade.

Die Fassade leistet einen hohen Energierückgewinnungsbeitrag durch passive Nutzung der Sonnenenergie. Die energiesparende Beleuchtung aller Gemeinschaftsflächen erfolgt durch sensorgesteuerte KNX-Anlagen, die dem Bewegungsverlauf folgen und die Lichtintensität automatisch an die natürliche Lichtsituation anpassen.

Der KunstCampus versteht sich als Bindeglied zwischen der Business-Area am Hauptbahnhof, dem Kunstquartier am Hamburger Bahnhof und den Wohngebieten entlang der Heidestraße sowie dem Spandauer Schifffahrtskanal.

Suchbegriffe: BFW Bundesverband Freier Immobilienund WohnungsunternehmenFIABCI Prix d´ExcellenceProjektentwickler

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