Wohnungsbau-Verein Neukölln eG

Genossenschaft feiert Richtfest für 93 Neubauwohnungen

Weil die Wohnungsbau-Verein Neukölln eG (wbv) auf eigenem Grund günstiger bauen kann, wird die Genossenschaft Neubauwohnungen für eine Kaltmiete von 8,50 Euro pro Quadratmeter vermieten. Und das in einem angesagten Berliner Kiez.

Die Herren des Richtfestes beim Wohnungsbau-Verein Neukölln. Foto: wbv
Die Herren des Richtfestes beim Wohnungsbau-Verein Neukölln. Foto: wbv

Die Wohnungsbau-Verein Neukölln eG (wbv) feierte jetzt das Richtfest für ihr Neubauvorhaben an der Heidelberger Straße in Berlin-Neukölln. Insgesamt errichtet die Wohnungsbaugenossenschaft an der Heidelberger Straße 93 Wohnungen mit insgesamt 6.100 Quadratmetern Wohnfläche. Sämtliche Wohnungen erhalten Balkone oder Terrassen.

Die wbv setzt bei ihrem Wohnungskonzept auf Integration und fördert das generationenübergreifende Wohnen. „Wir wollten mit unserem Neubauprojekt Wohnraum für verschiedene Generationen schaffen. So gemischt, wie ein Berliner Kiez eben sein sollte“, sagt Falko Rügler, kaufmännischer Vorstand der Wohnungsbau-Verein Neukölln eG. Die Genossenschaft setzt deshalb in Neukölln einen ausgewogenen Wohnungsmix für Singles, Paare, Familien und Senioren um und stattet einen Teil der Wohnungen von Anfang an behindertengerecht aus.

Ersatzwohnungen während der Bauzeit für die Bestandmieter

„Da wir durch den Abriss des nicht mehr sanierbaren Bestandes die doppelte Wohnfläche errichten und keine zusätzlichen Kosten für den Erwerb eines Grundstückes aufwenden mussten, können wir die Wohnungen trotz aller Annehmlichkeiten deutlich unter der Marktmiete für vergleichbare Wohnungen in Neukölln anbieten“, so Rügler weiter. Vor dem Abriss des bestehenden Gebäudes hat die wbv für sämtliche Bewohner des Bestandgebäudes neue Wohnungen zur Verfügung gestellt und die Bewohner beim Um- und Einzug unterstützt.

Die Wohnungen an der Heidelberger Straße werden für eine eine Kaltmiete ab 8,50 Euro je Quadratmeter und Monat vermietet. Laut dem Wohnungsmarktbericht 2018 von BerlinHyp und CBRE liegen die Angebotsmieten in diesem Postleitzahlgebiet über alle Wohnungen bei 10,92 Euro je Quadratmeter und Monat und im oberen Segment für Neubauten sogar bei durchschnittlich 14,94 Euro. Schon jetzt sei die Nachfrage aus den Reihen der eigenen Mitglieder besonders groß. Die wbv geht deshalb davon aus, die neuen Wohnungen vollständig an die Mitglieder zu vermieten.

Concierge im Foyer, Elektroladestationen in der Tiefgarage

In den Neubau werden darüber hinaus Gemeinschaftsräume, drei Gewerbeflächen, ein Concierge, 71 unterirdische Stellplätze mit 16 Ladestationen für Elektrofahrzeuge sowie attraktive Außenanlagen mit hoher Aufenthaltsqualität integriert. Die Architektur und Planung des energieeffizienten Bauvorhabens stammt vom Berliner Planungsbüro Blumers Architekten. Ein Teil des Energiebedarfs wird zum Beispiel aus einer eigenen Photovoltaik Anlage gewonnen.

„Für uns war es neben der Realisierung von Wohnraum wichtig, auch Umwelt-, Energie- und Gemeinschaftsaspekte zu berücksichtigen. Gemeinschaftsräume und großzügige Außenflächen fördern das Miteinander der Bewohner. Energie aus Photovoltaik-Anlagen und Stellplätze mit Stromtankstellen entsprechen den Nutzeranforderungen von heute und machen unser Gebäude zukunftsfähig“, ergänzt Uwe Springer, technischer Vorstand der Wohnungsbau-Verein Neukölln eG.

Die Wohnanlage zwischen Harzer Straße und Heidelberger Straße, deren erste Gebäude bereits 1924 errichtet wurden, ist mit insgesamt über 700 Wohnungen die größte des Wohnungsbau-Vereins. Die Fertigstellung des Neubauprojektes ist nach nur zwei Jahren Bauzeit für die Jahreswende 2018/2019 vorgesehen.
 

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