Von der Randlage zum attraktiven Stadtviertel

Karlsruhe Oberreut entwickelt sich positiv

Am Rande der Fächerstadt entstand in den 1960er-Jahren der Karlsruher Stadtteil Oberreut. Über Jahrzehnte hinweg schuf die Volkswohnung, eines der drei großen kommunalen Immobilienunternehmen Baden-Württembergs, modernen Wohnraum. In Oberreut wuchs seitdem ein lebenswertes Quartier, das unter anderem mit Fördermitteln des Landes Baden-Württemberg und der L-Bank bezuschusst wurde.
 

Bauprojekt in Oberreut (Bild: L-Bank)
Bauprojekt in Oberreut (Bild: L-Bank)

Erfolgreiche Entwicklung über Jahrzehnte

Viele Spielplätze, Grünanalagen und moderne Wohnkomplexe schmücken heute Oberreut. „Wenn ich an Objekten, die wir realisiert haben, vorbeifahre und Menschen sehe, die ein Zuhause gefunden haben: Das gibt mir dann schon ein gutes Gefühl“, zeigt sich Roger Löwe, Leiter Kaufmännische Dienstleistungen bei der Volkswohnung, positiv von der Arbeit des kommunalen Immobilienunternehmens gestimmt.

Hinter dem Erfolg steht eine jahrzehntelange Entwicklung. In den 1960er-Jahren wurden für kinderreiche Familien preiswerte Wohnungen benötigt. Man plante Oberreut, eine Siedlung am Rande der Stadt. 1964 wurde das Quartier fertiggestellt. In den folgenden Jahren entstanden Reihenhäuser, Wohnblöcke und Gemeinschaftseinrichtungen. Gewerbe wurde angesiedelt, ein Schulzentrum und die direkte Anbindung an das Karlsruher Stadtzentrum mit einer Straßenbahn entstanden. „Wir waren immer mittendrin im Geschehen“, erklärt Christian Laubscher, Leiter Immobilienbewirtschaftung bei der Volkswohnung. Heute vermietet die städtische Wohnungsbaugesellschaft dort 2.153 Wohnungen und bietet für viele der 10.000 Stadtteilbewohner ein Zuhause.

Durchmischte Mieterstruktur

Der Bedarf an Wohnungen ist nach wie vor groß. Die Volkswohnung ist weiterhin in Oberreut aktiv im Neubau. Am Badeniaplatz begann im September 2016 der Baubeginn für 170 Mietwohnungen, von denen 102 öffentlich gefördert und 68 freifinanziert sind. Das Projekt mit einer Wohnfläche von ca. 14.000 Quadratmetern soll im ersten Quartal 2018 fertiggestellt werden. An der Graf-Stauffenberg-Straße 19 bis 24 starteten im Februar 2017 die Rohbauarbeiten für 35 öffentlich geförderte und 32 freifinanzierte Mietwohnungen. Deren Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2018 vorgesehen. „Wir versuchen heute schon, die Bedürfnisse der Mieter der Zukunft zu antizipieren“, sagt Laubscher. Studenten sollen sich hier genauso wohlfühlen können wie Familien oder ältere Menschen. Die Wohnungen sind so angelegt, dass sie sich für mehrere Lebensphasen eignen. „Im Alter will niemand umziehen, weil ihm die Wohnung zu groß geworden ist.“

Zu einer gut durchmischten Mieterstruktur trägt die Zusammensetzung aus Wohnungen mit und ohne Mietpreisbindung bei. Finanziert werden die Wohnungen durch ein Förderprogramm der L-Bank. „Die Wohnungsbauförderung gehört zu den Gründungszwecken der L-Bank als Förderbank des Landes. Vor der Haustüre an unserem Standort Karlsruhe ist das dann immer etwas Besonders“, erklärt Dr. Ulrich Theileis, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der L-Bank. „Die L-Bank und die Volkswohnung sind schon seit Jahrzehnten eingespielte Partner“. Von Ende 2012 bis Ende 2016 hat das kommunale Immobilienunternehmen insgesamt 481 Mietwohnungen fertiggestellt. Ende 2017 sollen noch einmal weitere 293 Einheiten den Bestand erweitern.

Geschenk für Oberreuter Nachwuchs

Das Unternehmen Volkswohnung wird  damit einem Teil seines Auftrages gerecht und schafft bezahlbaren Wohnraum. Zu den weiteren Aufgaben gehört die Modernisierung, um beispielsweise die Energieeffizienz der Gebäude zu verbessern oder alle Wohnungen mit dem gut ausgebauten Fernwärmesystem zu verbinden und damit den Mietern einen besseren Wohnkomfort zu gewährleisten. „In Oberreut hat die Volkswohnung bereits 80 Prozent ihres Bestandes modernisiert“, sagt Laubscher stolz.

Ein weiteres Beispiel positiver Zusammenarbeit mit der L-Bank zeigt der Container „Pink Box“ – eine Weihnachtsspende, welche die L-Bank den Kindern in Oberreut geschenkt hat. „Eine tolle Sache. Die Kinder haben die ‚Pink Box‘ gleich in Beschlag genommen, das Angebot wird gerne genutzt und ist schon eine Art Wahrzeichen, das für die gute Entwicklung des Quartiers steht“, konstatiert Laubscher erfreut.
 

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