Bilanz eines Wohnungsunternehmens

"Bauen ist heutzutage ein wirtschaftlicher Kraftakt"

Die kommunale Wohnungsbaugesellschaft von Karlsruhe, die Volkswohnung, hat im Jahr 2024 286 neuen Wohnungen neu gebaut. Bei den Projekten, die aktuell noch im Bau sind, steuert sie mit etwa 450 Wohneinheiten rund 50 Prozent der Bautätigkeit in Karlsruhe bei.

Im Stutenseer Projekt ‚Wohnpark Mittendrin‘ der Volkswohnung entstanden 152 neue Wohnungen, davon 53 Eigentumswohnungen. Von den 99 Mietwohnungen ist rund die Hälfte öffentlich gefördert. Bild: Volkswohnung
Im Stutenseer Projekt ‚Wohnpark Mittendrin‘ der Volkswohnung entstanden 152 neue Wohnungen, davon 53 Eigentumswohnungen. Von den 99 Mietwohnungen ist rund die Hälfte öffentlich gefördert. Bild: Volkswohnung

Im letzten Jahr waren es mit knapp 190 durch die Volkswohnung erstellten Wohnungen, fast 30 % der Neubautätigkeit im Stadtgebiet von Karlsruhe. Hinzu kommen im Geschäftsjahr 2024 rund 100 Mietwohnungen im Stutenseer Neubauprojekt. Zur Bilanz gehört auch, der Fakt, dass von 119 im letzten Jahr in ganz Karlsruhe fertiggestellten, öffentlich geförderten Wohnungen, 118 von der Volkswohnung erbaut wurden.

Rahmenbedingungen für den Neubau bleiben jedoch herausfordernd

Das Geschäftsjahr 2024 sowie das erste Halbjahr 2025 waren geprägt von Richtfesten und Fertigstellungen: Am Rintheimer Staudenplatz schreitet das Bauprojekt mit 106 neuen Mietwohnungen voran; das Richtfest im Sommer 2024 markierte einen wichtigen Meilenstein. Die Fertigstellung ist bis Ende 2025 vorgesehen. In der Wachhausstraße in Karlsruhe-Durlach entstanden 52 neue, familiengerechte Wohnungen.
In der Woerishofferstraße im Stadtteil Oberreut wurde im Jahr 2024 auch der zweite Bauabschnitt und damit das Gesamtprojekt mit 173 neuen Mietwohnungen fertiggestellt. In der Region wurde der Mietwohnungsanteil im Stutenseer Projekt „Wohnpark Mittendrin“ Ende 2024 zum Abschluss gebracht, der Eigentumsanteil folgte im Frühjahr 2025. Insgesamt entstanden hier 152 neue Wohnungen. Großprojekte wie das August-Klingler-Areal in Daxlanden mit 357 Wohnungen sind Beispiele für moderne, nachhaltige und sozial ausgerichtete Stadtentwicklung.

Hier entstehen nicht nur Wohnungen, sondern auch Quartiersangebote wie Kitas, Begegnungsräume und Mobilitätskonzepte.

Das Wohnungsunternehmen steigerte seinen Bestand auf rund 13.800 Wohnungen.  

Das Bauen durchläuft immer Zyklen von Planungsjahren – mit wenig Neubauten, die auf den Markt kommen – und Fertigstellungsjahren. 
2024 und 2025 sind fordernde Jahre mit zahlreichen Baufertigstellungen und verbunden mit der Chance an Wohnraumversorgung, auf die wir jahrelang hingearbeitet haben. Die Rahmenbedingungen für den Neubau bleiben jedoch herausfordernd, und die Schaffung von neuem Wohnraum kostet uns mehr Anstrengung", darauf weist Volkswohngs-Geschäftsführer Stefan Storz hin.

Auch den Bestand hat die Volkswohnung im Blick: Bei mehreren Modernisierungen und energetischen Sanierungen im Stadtgebiet wurde bestehender Wohnraum aufgewertet und auf eine zukunftsorientierte Energieversorgung umgestellt. Teils wurden mehr Wohnungen durch Aufstockungen und Grundrissveränderungen geschaffen.

Bestand an barrierearmen Wohnungen erweitert

330 barrierearme Wohnungen sind in den letzten Jahren hinzu gekommen. Über Kooperationen und Partnerschaften werden bedarfsgerechte Angebote vor Ort geschaffen.

Etwa 30.000 Mieter:innen wohnen in einer Volkswohnung – das entspricht fast 10 % der Karlsruher Bevölkerung. Mit einer Nettokaltmiete von 7,11 €/m² und damit deutlich unter dem Karlsruher Mittelwert von 9,18 €/m² (Stand 2024) trägt die kommunale Wohnungsbaugesellschaft zur Dämpfung der Preissteigerungen des lokalen Wohnungsmarkts bei. Rund 87 % der Mieten sind zudem KdU-fähig: Sie liegen unterhalb der Kostensätze, die das Jobcenter als angemessene Kosten der Unterkunft gewährt.

Den Geschäftsbericht 2024 finden Sie hier www.berichte.volkswohnung.de

Redaktion (allg.)

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