Die Modernisierung umfasste die Erneuerung der Fenster, die Wärmedämmung der Kellerdecken und von Dächern der Gebäude. Darüber hinaus wurden Hauseingangstüren und Eingangsvordächer erneuert.
Für einen umweltfreundlichen und ressourcenschonenden Umgang mit Energie wurden Photovoltaikanlagen installiert, mit denen der GAG-Mieterstrom Veedel Energie produziert wird. Die Gebäude wurden mit einer extensiven Dachbegrünung und in Teilbereichen mit einer Fassadenbegrünung ausgestattet. Neubau und Modernisierung erfolgten im EnEv- und im EH 55-Standard, die Wärmeversorgung wird über ein Blockheizkraftwerk mit Gasbrennwertkessel zur Spitzenlastabdeckung gesichert.
Statt Garagenhöfen für Pkw gibt es jetzt Hochgarage und eine Tiefgarage errichtet. Rund 800 neue Abstellplätze werden außerdem für Fahrräder geschaffen. An einem sogenannten Mobilitäts-Hub wurden Stellplätze für Leihfahrräder der KVB und Lastenräder sowie Ladesäulen für Elektrofahrzeuge installiert.
Bezahlbarer Wohnraum im runderneuerten Quartier
Der bisherige Wohnungsbestand mit überwiegend Drei-Zimmer-Wohnungen wird durch die 180 neu gebaiten Wohnungen sinnvoll ergänzt; diese bestehen aus Ein-, Zwei- und Vier-Zimmer-Wohnungen. Sie sind öffentlich gefördert und barrierefrei, einige sind für Seniorenwohnen vorgesehen.
Neben dem Bau neuer Wohngebäude wurden auch Aufstockungen auf bestehenden Häusern durchgeführt, wodurch 33 neue Wohnungen entstanden sind. Auch die sind barrierefrei erreichbar durch den Anbau von Aufzügen an diesen Häusern. Außerdem wurden eine Tageseinrichtung für ältere Menschen, eine viergruppige Kindertagesstätte, eine Demenz-WG mit großem Demenzgarten, Wohnungen für Taubblinde und ein Quartierstreff eingerichtet.
Die Ansprüche und Erwartungen an das Leben in der Stadt und in einem Quartier haben sich in den vergangenen Jahrzehnten stark gewandelt. Durch das Bündel an Maßnahmen haben wir die Kannebäckersiedlung deutlich aufgewertet, zusätzlichen Wohnraum geschaffen und das Quartier an die Lebenswirklichkeit von heute und den nächsten Jahrzehnten angepasst“, fasst GAG-Vorständin Kathrin Möller das aufwendige Vorhaben zusammen.
Die Kannebäckersiedlung wurde Ende der 1960er Jahre von der GAG als neues Zuhause für mehr als 1.000 Menschen errichtet. Rund 930 Wohnungen entstanden auf dem Areal am Rande des Stadtteils. Ihren Namen hat die Siedlung vom Kannebäckerland, einer Region zwischen Westerwald und Mittel-Rheintal, in der aufgrund großer Tonvorkommen das Keramikhandwerk (die „Kannebäcker“) eine lange Tradition hat. So wurden die Straßen in der Siedlung nach Orten aus dieser Region benannt.
Quelle: GAG Immobilien AG















