Die Wohnanlage München-Nord blickt auf eine lange Geschichte zurück: In den 1950er-Jahren als Siedlung für US-Streitkräfte errichtet und ging nach deren Abzug 1968 an die Bundesrepublik über. Viele der bestehenden Gebäude entsprechen jedoch nicht mehr heutigen Wohnstandards. Hier setzt die geplante Entwicklung an: Eine kluge Mischung aus Sanierung, Dachausbau, Ersatzneubauten und punktuellen Neubauten soll modernen, barrierefreien Wohnraum schaffen – sorgsam integriert in die bestehende Struktur des Quartiers.
Sinnvolle Verbindung von Wohnqualität, Klima- und Umweltschutz
Ein besonderer Fokus liegt auf der Gestaltung der Freiflächen. Bestehende Grünflächen werden ökologisch aufgewertet, neue Aufenthalts- und Spielbereiche ergänzen das Angebot für die Bewohnerinnen und Bewohner. Der über die Jahre gewachsene, wertvolle Baumbestand ist für die BImA ein hohes Gut, für den strenge Schutzvorgaben gelten. Wo Eingriffe unumgänglich sind, erfolgt ein 1:1-Ausgleich. Ziel ist es, das Quartier zu einem klimaresilienten Wohnumfeld weiterzuentwickeln – mit Dachbegrünungen, Regenwassermanagement nach dem Schwammstadtprinzip und schattigen Aufenthaltszonen.
Nachhaltiges Mobilitätskonzept mitgedacht
Tiefgaragen und Quartiersgaragen sollen künftig für geordneten ruhenden Verkehr sorgen. Zusätzliche Maßnahmen wie Mobilitätsstationen mit Car- und Bike-Sharing, verbesserte Radwege und eine engere Verknüpfung mit dem ÖPNV sollen den Individualverkehr reduzieren und die Aufenthaltsqualität steigern. Ein integriertes Lärmschutzkonzept wird für zusätzliche Entlastung sorgen, insbesondere entlang der vielbefahrenen Neuherbergstraße.
Beteiligungsverfahren
Die BImA setzt von Beginn an auf eine enge Information und Beteiligung der Anwohnerinnen und Anwohner. Eine eigens aufgelegte, umfangreiche Informationsbroschüre wurde nach Beginn des Wettbewerbs zur städtebaulichen und freiräumlichen Rahmenplanung an alle Mieterinnen und Mieter sowie die unmittelbare Nachbarschaft verteilt: der Startpunkt für einen kontinuierlichen Austausch zu der Entwicklung der Siedlung. Noch in diesem Jahr folgt eine Informations- und Dialogveranstaltung vor Ort, bei der die aktuellen Planungsstände vorgestellt werden. Eine Hotline sowie eine Projektmail-Adresse stehen für Rückfragen bereit. Sollten die Mieter:innen ausziehen müssen, will die BImA sie beim Umzug unterstützen. Außerdem werden betroffene ieter:innen den ersten Zugriff auf die neuen Wohnungen erhalten.
Weitere freie Wohnungen vermietet die BImA im Rahmen der Wohnungsfürsorge des Bundes in erster Linie an Bundesbedienstete. Damit sorgt sie dafür, dass etwa Bundespolizistinnen, Soldaten und Handwerker eine bezahlbare Wohnung für sich und ihre Familie finden.
Quelle: BImA













