Dezentrale Energieversorgung

Mieterstrom lohnt sich jetzt auch für kleinere Mehrfamiliengebäude

Bisher wurden Mieterstromprojekte vor allem bei größeren Gebäuden mit möglichst vielen Parteien realisiert. Der Aufwand in der Umsetzung und in der Abrechnung habe Mieterstrom in solchen, kleineren Mehrparteiengebäuden bisher unwirtschaftlich gemacht. Vorbehaltlich der durch die EU-Kommission, trifft die Direktförderung von Mieterstrom rückwirkend zum 25. Juli in Kraft.

FOTO: PIXABAY/SKEEZE
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Zwei Mieterstromprojekte des Energieversorgers Polarstern haben sich bereits für die Direktförderung qualifiziert. Zwei Gebäude, einmal mit acht und einmal 25 Parteien, liegen in der Nähe von München.

Entscheidend für den Erfolg: Verfügbare Dachfläche und Teilnahmequote

Ob sich Mieterstrom bei einem Gebäude lohnt, dafür ist nun – unterstützt durch die Direktförderung – weniger die Anzahl der Mieter entscheidend, als primär die verfügbare Dachfläche, das Verbrauchsprofil der Mieter und die örtlichen Netzgebühren. Gerade bei kleineren Gebäuden kommt der Teilnahmequote eine große Bedeutung zu. „Nicht nur damit sich der administrative Aufwand zur Mieterstromversorgung rechnet, sondern vor allem um die Kosten zum Betrieb des erforderlichen Summenzählers auf möglichst viele Schultern zu verteilen“, erklärt Polarstern-Geschäftsführer Florian Henle.

Einer der beiden Neubauten, der für die Direktförderung qualifiziert ist, hat acht Wohneinheiten und verfügt über eine PV-Anlage mit 18,5 Kilowatt Peak und einen Stromspeicher mit 10 Kilowattstunden. Damit lässt sich eine Stromautarkie von circa 61 Prozent realisieren. Die Mieterstromkosten liegen voraussichtlich rund 13 Prozent unter dem lokalen Grundversorgertarif. Das zweite neue Wohngebäude in Kirchheim bei München wird zusammen mit der Bürgerenergiegenossenschaft eG umgesetzt. Bei beiden genannten Projekten ziehen die ersten Mieter noch bis Ende 2017 ein.

 

 

 

 

Weiterführende Links:
https://www.polarstern-energie.de/mieterstrom/

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