Mieterstrom sorgt in Immobilien für eine Win-win-Situation bei Vermieter:innen und Mieter:innen

59 % der Geschäftskunden und 45 % der privaten Vermietenden sind an dem Thema Mieterstrom im Rahmen der gemeinschaftliche Gebäudeversorgung interessiert. 53 % der Geschäftskunden gaben an, dass sie ihre vermietenden Wohnimmobilien bereits mit Solaranlagen ausgestattet haben, 34 % planen dies für die Zukunft. Das zeigt eine aktuelle Befragung des Energiedienstleisters Techem auf.

Damit künftig auch Mietende in Mehrfamilienhäusern günstigen Solarstrom von Dächern oder Garagen direkt nutzen können, wird ergänzend zum herkömmlichen Mieterstrommodell das neue Instrument der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung eingeführt. BILD: Solarimo
Damit künftig auch Mietende in Mehrfamilienhäusern günstigen Solarstrom von Dächern oder Garagen direkt nutzen können, wird ergänzend zum herkömmlichen Mieterstrommodell das neue Instrument der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung eingeführt. BILD: Solarimo

Bei den privaten Vermietenden haben 28 % ihre Bestandsimmobilie mit Solaranlagen ausgestattet, 46 % erklärten, dass sie dahingehend tätig werden möchten.

Voraussetzung für Mieterstrommodell: digitale Stromzähler und ein intelligentes Messsystem

Ein smartes Messkonzept, das auf digitalen Stromzählern und einem intelligenten Messsystem basiert, ist Grundvoraussetzung für Mieterstrom-Modelle. Es gibt Auskunft über die Menge des erzeugten Solarstroms sowie die Verbräuche der Mietenden und liefert damit die Daten zur individuellen Abrechnung.

Die Vorteile einer Komplettlösung aus einer Hand sehen auch fast zwei Drittel der Vermietenden. 66 % der Geschäftskunden und 64 % der privaten Vermietenden bevorzugen es, wenn ein Anbieter alle aus einem Mieterstrom-Projekt resultierenden Leistungen erbringt.

Auch der damit verbundene positive Beitrag auf die Umwelt bewerten knapp drei Viertel der Geschäftskunden (74 %) und mehr als die Hälfte der privaten Vermietenden (59 %) als Antrieb.

Die Vorteile bei der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung

Bei der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung investiert der Eigentümer in die Solaranlage und bietet den Bewohnenden selbst erzeugten Strom an. Smart Meter erfassen Erzeugung und Verbräuche. Parallel zur bekannten Heiz- und Nebenkostenabrechnung erhalten die Mietenden zukünftig einmal jährlich eine Abrechnung über ihren Solarstromanteil. Um diese Menge reduziert sich ihr Strombezug aus dem Netz. Mietende profitieren so von günstigeren Stromkosten und der klimafreundlichen Erzeugung auf dem Dach, für Vermietende lohnt sich die Investition durch die Vermarktung im eigenen Objekt. Vermietende müssen dazu weder Stromversorger werden noch müssen die Mietenden ihre Stromversorger wechseln.

Um die Klimaschutzziele zu erreichen, muss der Ausbau der Solarenergie beschleunigt werden. Hierfür hat die Bundesregierung mit dem Solarpaket I, das den Bau und Betrieb von Solaranlagen deutlich entbürokratisiert, wichtige Weichen gestellt. Damit künftig auch Mietende in Mehrfamilienhäusern günstigen Solarstrom von Dächern oder Garagen direkt nutzen können, wird ergänzend zum herkömmlichen Mieterstrommodell das neue Instrument der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung eingeführt.

Über die Befragung

Die vorliegende Umfrage wurde im Mai 2024 online durchgeführt. Dabei wurden 400 private Vermietende und 94 Geschäftskunden (gewerbliche Vermietende + Verwaltende) mittels einer quantitativen Befragung zu ihren Einstellungen in Bezug auf den sogenannten Mieterstrom befragt. Sowohl die Grundgesamtheit der privaten Vermietenden als auch der Geschäftskunden wurde dabei entlang spezifischer Kriterien definiert.

Quelle: Techem

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