Berliner Wohnungsbau

Neue Modellprojekte der degewo

Mehr bezahlbarer Wohnraum für Berlin: degewo möchte ihren Wohnungsbestand bis 2021 um jährlich ca. 1.500 Wohnung erhöhen. Die zwei  Modellprojekte „Vario-Wohnen“ und „ToM – Tolerantes Miteinander“ werden in das Wohnungsbauvorhaben integriert.

Bauvorhaben: Studentenwohnungen in Marzahn (Bild: degewo)
Bauvorhaben: Studentenwohnungen in Marzahn (Bild: degewo)

Erweitern wird die degewo ihren Wohnungsbestand insbesondere in den südöstlichen Bezirken Berlins. So entstehen zwei Drittel der geplanten Neubauprojekte in Marzahn-Hellersdorf und Treptow-Köpenick.

Marzahn-Hellersdorf – Studenten Willkommen

Zwischen Bürgerpark und Stadtteilzentrum realisiert degewo 255 Wohnungen in insgesamt fünf Gebäuden für unterschiedlichste Zielgruppen. 38 Prozent davon sind mietpreisgebunden, 22 Prozent und damit 56 der Wohnungen gehören zum Modellprojekt Variowohnen. Die Wohnungen im Rahmen des Förderprogramms des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (Förderzeitraum 10 Jahre) werden den Bedürfnissen von Auszubildenden und Studenten gerecht. Auf der bautec, der internationalen Fachmesse für Bauen und Gebäudetechnik in Berlin, wurde feierlich die Förderurkunde überreicht.

Bundesbauministerin Barbara Hendricks betont: „Variowohnungen bieten intelligente Lösungen für den demografischen Wandel. Sie sind flexibel nutzbar, heute für Studierende oder Azubis und in Zukunft womöglich für Senioren. Mit unserem Modellvorhaben wollen wir auch Anreize dafür setzen, verstärkt bezahlbare Wohnungen zu bauen, denn die werden am dringendsten benötigt. In Berlin hat man diesen Bedarf erkannt und geht mit gutem Beispiel voran.“

„Unsere Verantwortung als kommunales Wohnungsunternehmen ist es, mit guten bezahlbaren Ideen auf die sich verändernden Bedürfnisse zu reagieren und Gebäude mit flexiblen Nutzungsmöglichkeiten zu schaffen“, sagt Sandra Wehrmann, degewo-Vorstandsmitglied.

Geplant sind Studiowohnungen und 3-Raum-Wohngemeinschaften. Zusätzlich wird es Gemeinschaftsräume und -küchen geben. Die Studios vermietet degewo möbliert. Die Warmmiete wird rund 320 Euro betragen. Die Entwurfsplanung entwickelte das Wohnungsunternehmen gemeinsam mit dem Berliner Architektenbüro thoma architekten.

In den anderen Gebäuden in der Ludwig-Renn-Straße plant die degewo außerdem seniorengerechte Wohnungen sowie Quartiere für Familien.

Schönefelder Chaussee – Modellprojekt „ToM“

In der Schönefelder Chaussee im Ortsteil Altglienicke entstehen Wohnungen im Rahmen eines weiteren Modellprojektes. Von den insgesamt 164 neuen Wohnungensind 84 Prozent mietpreisgebunden. Dank des Modellprojektes „ToM – Tolerantes Miteinander“ werden rund die Hälfte der Wohnungen für geflüchtete Menschen mit Bleiberecht bereitgestellt. Ein sozialer Träger vor Ort sorgt für die Betreuung. Für den interkulturellen und nachbarschaftlichen Austausch plant man eine Kita, Gemeinschaftsräume und ein Anwohnercafé.

Weitere Bauprojekte der degewo

Neben den genannten Projekten will die degewo unter anderem fünf weitere Bauvorhaben in naher Zukunft realisieren, die mehr bezahlbaren Wohnraum in Berlin schaffen sollen. Mietwohnungen mit und ohne Mietpreisbindung werden in den Bezirken Treptow-Köpenick, im Bezirk Berlin-Mitte, in Neukölln-Gropiusstadt und in Reinickendorf entstehen.

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