Sanierung einer Wohnanlage

Neues von der Wärmedämmung mit WDVS

19.04.2019

WDV-Systeme auf PU-Basis sind seit der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung Ende 2014 eine interessante Alternative. In Fellbach setzte die Fellbacher Wohnungsbau Genossenschaft FEWOG auf die neue Dämmung aus purenotherm. Sie überzeugte. Weitere Objekte sind in Arbeit.

Ein Handwerker bringt eine Dämmplatte an eine Wand
Für die Dämmung von Mehrfamilienhäuserwände können PU-WDV-Systeme eine Alternative sein. Die Verarbeitung auch an geometrisch komplexen Gebäuden soll einfach sein. Foto: puren

Die FEWOG bewirtschaftet in Fellbach rund 600 Wohnungen, die schrittweise auch dämmtechnisch erneuert werden. Das als Langhaus konzipierte Sanierungsobjekt mit vier Eingängen und 35 Wohnungen beginnt an der Straße mit sieben Geschossen und verspringt über fünf und vier auf letztendlich drei Geschosse. Für die Sanierung der Mehrfamilienwohnanlage setzte sich die Wohnungsbau Genossenschaft intensiv mit den unterschiedlichen WDV-Systemen auseinander. Mineralwolle ist unbrennbar, EPS preiswert und PU? Der duroplastische Schaumstoff Polyurethan ist erst seit Ende 2014 bauaufsichtlich für WDVS zugelassen und damit ein Neuling in dem sich nur langsam wandelnden Baumarkt. PU bietet anscheinend eine ganze Reihe von Vorteilen, die bei dem Bauvorhaben überzeugt haben.

PU-WDV-Systeme benötigen keine Brandriegel

Im stets kritisch diskutierten Brandfall verhält sich der PU Schaumstoff purenotherm mit einem sehr guten Lambda (λ bis 0,024 W/(mK)) überaus gutmütig, man sagt passiv. Die PU-Oberfläche verkohlt, karbonisiert und der Brand erlischt: keine flüssigen Phasen, kein Abtropfen. Deshalb benötigen PU-WDV-Systeme, ebenso wie unbrennbare Systeme, keine Brandriegel. Schwer entflammbare WDV-Systeme mit purenotherm benötigen daher keine zusätzlichen Brandriegel, und purenotherm – obwohl als „normalentflammbar“ klassifiziert - besitzt sogar eine Zulassung als Brandriegel.

Es sind schlankere Konstruktionen möglich

Während Mineralwolle einen Lambda-Wert von nur 0,040 bis 0,050 W/(mK) bietet und EPS zwischen 0,034 bis 0,032 W/(mK) liegt, schafft das purenotherm PU mit einem Lambda bis zu 0,024 W/(mK) neue Dämmwelten. Eine so gute Dämmung erlaube viele schlankere Konstruktionen, die im Fall von engen Bebauungen, Durchfahrten, Gauben oder Giebelwänden unter schmalen Dachüberständen eine Lösung böten, so Bernhard Theis, Verkaufsleiter WDVS beim Systemlieferenten Meffert. Statt 20 Zentimeter dicker Dämmungen sind es mit PU nur 12 cm.

Nach Abschluss der Arbeiten beauftragte die FEWOG die Dämmung drei weiterer Wohnblöcke. Das Folgeobjekt mit rund 4200 m² Fassadenfläche wird ebenfalls mit einem PU-WDVS ausgeführt.

 
Bis zur Hochhausgrenze sind PU-WDV-Systeme eine leistungsfähige und praktikable Lösung. Fotos: puren

Suchbegriffe: BrandschutzFEWOGWDVSWärmedämmung

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