CO₂-Einsparung

Bausubstanz erhalten, insbesondere massive Wände und Stahlbetondecken

Das Wohngebäude oder Mietshaus energetisch zu sanieren ist immer eine gute Idee. Dadurch lassen sich die Heizkosten senken, der CO2-Ausstoß verringert sich, die Immobilie gewinnt an Wert. Neben dem Umstieg auf eine fossilfreie Heizung ist die Dämmung eine wichtige Maßnahme. Naturnahe Dämmstoffe gelten hier als umweltfreundlichere Alternative zu konventionellen Materialien wie Polystyrol. Besonders viel CO2 ließe sich vermeiden beim Erhalt massiver Wände und Stahlbetondecken.

Ein klimafreundliches Haus gefällt dem Eigentümer und es lässt sich auch viel besser vermieten. Bild: Adobestock/ Jan Engel
Ein klimafreundliches Haus gefällt dem Eigentümer und es lässt sich auch viel besser vermieten. Bild: Adobestock/ Jan Engel

Den CO2-Ausstoß reduziert man besonders stark, wenn bei einer energetischen Sanierung die vorhandene Bausubstanz erhalten bleibt. Das gilt vor allem für massive Wände und Stahlbetondecken. Für die Errichtung eines Einfamilienhauses mit 140 Quadratmetern Wohnfläche belaufen sich die Emissionen auf rund 65 Tonnen CO2 – rund zehnmal soviel, wie für die Dämmung mit EPS anfällt. Saniert man ein Bestandgebäude und nutzt man die massiven Bauteile weiter, fällt dieser CO2-Ausstoß erst gar nicht an.

Besonders wichtig: der Erhalt der Bausubstanz

Der Erhalt von Vorhandenem spart wertvolle Rohstoffe und viel Energie. „Es ist beispielsweise nicht nachhaltig, einen Altbau abzureißen und den Neubau aus Beton mit einer Hanfdämmung zu versehen“, sagt auch Birgit Groh vom Deutschen Energieberater-Netzwerk (DEN). „Denn zur Erstellung des neuen Gebäudes wird viel mehr graue Energie benötigt, als eine auf naturnahen Baumaterialien basierte Dämmung einspart.“

Graue Energie ist die Energiemenge, die für Herstellung, Transport, Verarbeitung und Entsorgung von Baustoffen anfällt. Selbst bei einem Neubau aus Holz dauert es Jahrzehnte, um aus ökologischer Sicht die Vorteile eines weiter genutzten Gebäudebestands mit guter Dämmung und erneuerbarer Wärmeerzeugung einzuholen. Aus Klimaschutzsicht bleiben allerdings ungedämmte Bestandsgebäude mit schlechter Energiebilanz und Öl- und Gasheizungen die größten Umweltsünder.

Fazit: Klimaschutz am Bau bedeutet, die vorhandene Bausubstanz weitgehend zu erhalten und den Gebäudeenergieverbrauch mittels der Dämmung der Gebäudehülle zu reduzieren. Das kann grundsätzlich mit allen Dämmmaterialien geschehen. Dazu kommt dann noch die Heizanlage mit erneuerbaren Energien.

Quelle: Zukunft Altbau, unterstützt von der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg
 

Ein wichtiger Schritt bei der Aufteilung eines Mehrfamilienhauses in Wohnungseigentum ist die Gestaltung der Teilungserklärung. Die Teilungserklärung enthält nicht nur die eigentliche Aufteilung in Sonder- und Gemeinschaftseigentum, sondern gestaltet auch nach der...
Printer Friendly, PDF & Email
21.11.2023
Allianz gegen willkürliche Abrisse
Eine breite gesellschaftliche Allianz hat sich gegen den "Abrisswahn" ausgesprochen. Zum Start der 75. Bauministerkonferenz am 22. November fordert das Bündnis in einem offenen Brief konkrete...
21.2.2025
Manifest für einen anderen Klimaschutz
Die Mitte November 2024 ins Leben gerufene Initiative „Praxispfad CO2-Reduktion im Gebäudesektor“ hat nach drei Monaten mehr als 400 Unterzeichner des Manifestes für einen Kurswechsel im Klimaschutz.
21.11.2024
Wissenschaftler fordern Kurswechsel
Im vergangenen Jahrzehnt hat Deutschland 500 Milliarden in Gebäudedämmung und Haustechnik investiert, ohne dass der Energieverbrauch wirklich gesenkt werden konnte. Fünf Wissenschaftler aus den...
10.1.2024
Heizungsoptimierung gemäß GEG
Für ältere Heizungsanlagen in größeren Wohngebäuden wird eine Prüfung künftig Pflicht. Das sieht die am 1. Januar 2024 in Kraft getretene Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) vor. Stellt die...
24.5.2023
Immer mehr Wohnungsunternehmen und Privathaushalte nutzen die Sonnenenergie zur Stromerzeugung. Vor dem Hintergrund der notwendigen Dekarbonisierung der Stromversorgung ist ein weiterer Ausbau der...
7.9.2023
Gasheizung, Ölbrenner, Pellets oder Wärmenetz?
Ist er jetzt fällig, oder nicht: der Heizungstausch? Am Freitag, 8. September ist das Gebäudeenergiegesetzes (GEG) beschlossen worden. Was ist besser: Der Heizkessel mit Gas oder Öl, optional mit...