Neue PV-Anlagen auf UNESCO-Weltkulturerbe
In der UNESCO-Welterbesiedlung Wohnstadt Carl Legien wird besonders deutlich, wie Denkmalschutz und Energiewende positiv zusammenwirken können. Die von Bruno Taut entworfene Anlage gilt als herausragendes Beispiel des Neuen Bauens und verbindet bis heute städtische Dichte mit Licht, Luft und begrünten Höfen. Die Integration von Photovoltaik ist hier die logische Konsequenz für die Weiterentwicklung.
Die Umsetzung erfolgt in enger Abstimmung mit den Denkmalbehörden. Die Denkmalpflege begleitet entsprechende Vorhaben aktiv und unterstützt Eigentümerinnen und Eigentümer dabei, geeignete und denkmalverträgliche Lösungen zu entwickeln. Grundlage ist unter anderem der Berliner Solarleitfaden, der praxisnah Wege für denkmalverträgliche Photovoltaik aufzeigt und bereits zahlreiche Projekte ermöglicht hat.
„Die Denkmalbehörden des Landes Berlin verstehen es als ihre Aufgabe, aktiv an der Energiewende mitzuwirken und die Nutzung von Solarenergie auch auf Denkmalen zu ermöglichen. Die Integration von Photovoltaik in denkmalgeschützte Gebäude ist in vielen Fällen gut möglich. Entscheidend ist eine sorgfältige Planung, die sowohl die architektonischen Qualitäten bewahrt als auch einen Beitrag zum Klimaschutz leistet“, sagt Landeskonservator Dr. Christoph Rauhut.
Cornelius Bechtler, Bezirksstadtrat und Leiter der Abteilung Stadtentwicklung und Bürgerdienste des Bezirks Pankow, ergänzt: "Solaranlagen sind ein wichtiger Baustein für den Umstieg auf erneuerbare Energien und damit dem Kampf gegen den Klimawandel. Ich freue mich insoweit sehr, dass wir durch die Installation der Solaranlagen auf den Dächern einer UNESCO-Weltkulturerbe-Siedlung zeigen können, dass sich auch Denkmalschutz und nachhaltige Energie zusammenbringen lassen und die Carl-Legien-Siedlung damit eine echte Vorbildfunktion übernimmt.“
Großflächiger Ausbau der Solarenergie in Berlin
Insgesamt installiert Vonovia, in der Wohnstadt 5.600 Photovoltaikmodulen mit einer Gesamtfläche von rund 11.200 m². Die Leistung von 2,6 MW sorgt für rund 1.000 Tonnen weniger CO2-Ausstoß pro Jahr.











