Viele Aussteller und Besucher zeigen sich etwas optimistischer
Immerhin 44 Prozent der Befragten beurteilen die Lage am internationalen Immobilienmarkt „optimistisch“, 35 Prozent bezeichnen sie als „neutral“, lediglich 22 Prozent sind „zurückhaltend“. Der Geschäftsführer der Messe München, Stefan Rummel, gibt sich angesichts des Stimmungsbildes optimistisch. Die Talsohle sei durchschritten, obwohl die schwache Konjunktur, hohe Zinsen und Bürokratie zentrale Herausforderungen blieben. An der Spitze der Einflussfaktoren stünden die Zinspolitik sowie die politischen Rahmenbedingungen, die von jeweils 94 Prozent der Befragten als „sehr wichtig“ oder „wichtig“ eingestuft werden. Mit 90 Prozent nur knapp dahinter rangieren die Themen „Konjunktur“ und „Bürokratie“ sowie „Kapitalverfügbarkeit“ (89 Prozent).
Wunsch nach Bürokratieabbau dominiert
Zur Verbesserung der Lage wünschen sich die Teilnehmer der Umfrage vor allem „weniger Bürokratie“ (79 Prozent der Nennungen). Auf Rang zwei der wichtigsten Wünsche steht das Thema „Verfügbarkeit von Kapital“ (64 Prozent). Die Themen „Harmonisierung der gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland“ (47 Prozent) sowie „Transformation des Immobilienbestands“ (43 Prozent) folgen mit deutlichem Abstand auf den Rängen drei und vier.
Wohnen bleibt für Investoren attraktiv
Bei der Frage nach der Bedeutung der Assetklassen ergeben sich nur wenige Veränderungen gegenüber dem Vorjahr. Mit 75 Prozent (2024: 70 Prozent) rangiert Wohnen erneut an der Spitze, gefolgt von Pflegeimmobilien (66 Prozent; 2024: 67 Prozent) und Datenzentren (63 Prozent; 2024: 61 Prozent). Logistik kann mit 47 Prozent immerhin noch knapp die Hälfte der Befragten überzeugen. Weiterhin zurückhaltend zeigen sich die Teilnehmer der Umfrage hingegen gegenüber den Immobilienklassen Hospitality, Büro sowie Handel, die jeweils nur knapp über zehn Prozent Nennungen erzielen konnten.
Große Zweifel an der Wirksamkeit des Bau-Turbos
Kernthema des ExpoReal-Trendindex 2025 bleibe das Thema „Schaffung von Wohnraum“. Den größten Hebel zur Lösung des Problems sehen die Befragten dabei in verbesserten Finanzierungskonditionen (95 Prozent) sowie in einer deutlichen Senkung der Baukosten (94 Prozent). Weitere wichtige Lösungsansätze seien Bauen im Bestand (91 Prozent, Rang 3), die Abschaffung von teuren Baustandards (87 Prozent, Rang 4) und serielles Bauen sowie Modulbau (86 Prozent, Rang 5). Überwiegend skeptisch beurteilen sie indes die Wirksamkeit des Bau-Turbos, mit dem die neue Bundesregierung den Bau neuer Wohnungen beschleunigen will. Nur 13 Prozent geben dem Maßnahmenpaket die Schulnote „Sehr gut“ oder „Gut“. Deutlich mehr, nämlich 27 Prozent, vergeben ein „Mangelhaft“ bzw. „Ungenügend“.
An der Online-Umfrage im Vorfeld der Messe haben sich 579 Aussteller und Besucher der EXPO REAL beteiligt. Die Befragung wurde im September 2025 vom unabhängigen Marktforschungsinstitut IfaD im Auftrag der EXPO REAL durchgeführt.










