Sportliche Hausbesuche – Muskelkater inklusive

Potsdamer Wohnungsbaugenossenschaften führen Gesundheitsbuddy-Projekt ein

In der brandenburgischen Landeshauptstadt und Umgebung gibt es seit 2016 ehrenamtliche Gesundheitspartner, sogenannte Gesundheitsbuddys. Sie besuchen ältere, in ihrer Alltagsmobilität eingeschränkte Personen zuhause. Die Potsdamer Wohnungsbaugenossenschaft eG (pbg) und die Potsdamer Wohnungsgenossenschaft 1956 eG (PWG 1956) stellen das Angebot für ihre Mieterinnen und Mieter seit vergangenem Sommer bereit.

Sport im Alter ist notwendig, um fit und gesund zu bleiben (Foto: contrastwerkstatt/stock.adobe.com)
Sport im Alter ist notwendig, um fit und gesund zu bleiben (Foto: contrastwerkstatt/stock.adobe.com)

Die Wohnungsgenossenschaften unterstützen das Gesundheitsbuddy-Projekt des Vereins „Selbstbewusst altern in Europa“ im Sinne der genossenschaftlichen Mitgliederführung. Gemeinsames Ziel ist die Förderung des selbstbestimmten Alterns der Mitglieder und Bewohner im Quartier. Der Projektträger unterstützt die älteren Bewohner mit ehrenamtlichen Gesundheitsbuddys, die Bewegung in die Wohnung der älteren Mieter bringen. Die sportlichen Übungen sollen zur Verbesserung der Alltagsmobilität der Senioren führen.

Bewegung ist die beste Medizin

Forschungsergebnisse des Programms „Fit fürs Leben“ der Medizinischen Universität Wien bilden die fachliche Grundlage für diese Gesundheitsprävention. Sportliche Betätigung wirkt sich gerade im höheren Alter nachweislich positiv auf die Gesundheit und Lebenserwartung aus. Senioren werden seltener zu Pflegefällen, da Sport die Muskeln kräftigt und die Koordination fördert, das Risiko für Stürze und Unfälle sinkt. Darüber hinaus steigert Sport die geistige Beweglichkeit, sodass medizinischen Studien zufolge, die Gefahr an Demenz zu erkranken abnehmen soll.

Gesundheitsbuddys werden vom Verein „Selbstbewusst altern in Europa“ in einem kostenlosen 40-Stunden-Seminar ausgebildet. Ihre ehrenamtliche Arbeit sehen sie als Chance, im Ruhestand aktiv zu bleiben. Zweimal pro Woche kommen die Gesundheitspartner zu den Mietern, um mit ihnen zu trainieren. Die Übungen sind dabei auf deren Fähigkeiten und Bedürfnisse abgestimmt. Da der Verein als Träger eines "niedrigschwelligen Betreuungs- und Entlastungsangebots" bei der Pflegeversicherung anerkannt ist, erhalten die Gesundheitsbuddys eine Aufwandsentschädigung von der Pflegekasse.
 

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