Priorität für soziale Wohnraumversorgung
Die rund 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer befassten sich während der Veranstaltung mit der Frage: Wie bleibt das wachsende Berlin sozial? Ein Punkt dabei: Die Anpassung der Kosten der Unterkunft.
In ihrem Fazit zur Veranstaltung unterstrichen Martin Matz, Diakonievorstand und Vorsitzender der LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege Berlin, und BBU-Vorstand Maren Kern: „Auf dem Berliner Wohnungsmarkt wird es enger. Vor allem um kleine, günstige Mietwohnungen konkurrieren mittlerweile zahlreiche Nachfragergruppen. Das stellt vor allem einkommensarme und benachteiligte Haushalte vor erhebliche Herausforderungen. Hierauf wollen wir gemeinsame Antworten finden. Besonderes Augenmerk gilt dabei Langzeitarbeitslosen, Wohnungslosen und Flüchtlingen.“
Martin Matz führte außerdem aus: „Die Richtwerte für die Kosten der Unterkunft müssen dringend an die aktuelle Situation auf dem Wohnungsmarkt angepasst werden. Diese sollten die Besonderheiten der unterschiedlichen Bezirke und Quartiere berücksichtigen. Dem Verlust von Wohnraum ist aktiv entgegenzuwirken. Beispielsweise dürfen Kostensenkungsverfahren nicht zu Mietschulden und Wohnungsverlusten führen. Die Bearbeitung von Anträgen auf Mietschuldenübernahme sollte bei den Jobcentern oberste Priorität haben.“
„Unsere Mitgliedsunternehmen leisten bereits einen großen Beitrag dazu, dass das wachsende Berlin sozial bleibt“, berichtete Maren Kern. „Soziale Wohnungspolitik funktioniert am besten in einem Dreiklang: Erhöhung des Angebots, Stärkung der Subjektförderung und passgenaue Instrumente für diejenigen, für die die beiden anderen Instrumente nicht ausreichen. Bei der Entwicklung bestehender und neuer Instrumente zur sozialen Wohnraumversorgung muss darauf geachtet werden, dass Marktrealität und soziale Verantwortung zusammenpassen.“











