Projekt Chemnitz+
Die Lebenserwartung der Menschen steigt stetig an und damit auch das Durchschnittsalter der in einer Wohnungsgenossenschaft lebenden Menschen.
Ein Gutachten von Prof. Bernd Raffelhüschen kam im Auftrag des Sozialministeriums in der analysierten sächsischen Bevölkerungsprognose für das Jahr 2050 zu den Ergebnissen, dass die Sachsen schon heute die ältesten Deutschen sind und sich die Zahl der stationären Pflegefälle bis 2050 verdoppeln wird. Dabei steigt auch die Zahl der ambulant zu Pflegenden an.
Da ist es nicht verwunderlich, dass sich der Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. (VSWG) im Zusammenhang mit dem internationalen Aktionstag der älteren Generation am 1. April 2015 im Rahmen des Projektes Chemnitz+ besonders für ein lebenswertes Altern in eigener Häuslichkeit engagiert hat.
Ein langes und selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden ist der Wunsch aller Menschen. Neben der barrierearmen/-freien Gestaltung der Wohnung spielen aber auch das Wohnumfeld und die soziale Gemeinschaft bei der Zusammensetzung der Lebensqualität eine nicht zu unterschätzende Rolle“, betont Dr. Axel Viehweger, Vorstand des VSWG.
In Deutschland starteten 2014 fünf Modellprojekte, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung als Forschungsprojekte gefördert werden. Eines davon ist das vom VSWG initiierte Projekt Chemnitz+.
Dabei wird die Wohnung durch eine barrierefreie/-arme und technikoptimierte Ausgestaltung, soziale und wohnbegleitende Dienstleistungen sowie die Vernetzung mit den relevanten Akteuren in der Region zum Gesundheitsstandort Wohnen entwickelt.
„Der soziale Hausmeister im Flemming-Wohngebiet der Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft eG ist beispielsweise ein Baustein des Chemnitz+-Projektes. Im Rahmen seiner Tätigkeit kümmert er sich generationsübergreifend um die Sorgen und Fragen der Mitglieder, organisiert Fahrdienste zum Arzt oder die Begleitung bei Besuchen von Ämtern, die zeitweise Betreuung von Haustieren bei krankheitsbedingter Abwesenheit von Alleinstehenden und vieles mehr“, so der VSWG-Vorstand.
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