Stiftung 2°

Mit der Gründung einer gemeinnützigen Stiftung wollen deutsche Unternehmen mit ihren Erfahrungen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Gründer der Stiftung sind: Deutsche Bahn, EWE, M+W Group, Otto Group, PUMA und Xella.

Gründungsmitgleider der Stiftung 2°, Foto: Xella
Gründungsmitgleider der Stiftung 2°, Foto: Xella

Der Schutz des Klimas ist eine der wichtigsten gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit und von entscheidender Bedeutung für unsere Zukunft. Von der Bewältigung dieser Herausforderung hängt auch die künftige wirtschaftliche Entwicklung ab. Dieser Überzeugung folgend machen sechs deutsche Unternehmen den Anfang und gründen die Stiftung 2°. Ihr Ziel ist es, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam mit Wissenschaft und Gesellschaft langfristig an konkreten Lösungen für den Klimaschutz zu arbeiten. Die Gründer der Unternehmerstiftung 2° sind sich einig, dass sich auch Unternehmen dauerhaft und verlässlich für effizienten Klimaschutz einsetzen müssen. Die Vorstände und Geschäftsleitungen werden sich persönlich in die Arbeit einbringen. Damit verfügt die Stiftung 2° über einen sehr umfassenden, branchenübergreifenden Wissens- und Erfahrungspool. Die Erderwärmung auf 2° C zu begrenzen ist eine globale Aufgabe, bei der die deutschen Unternehmen mit ihrer Kompetenz und ihrem gesellschaftlichen Verantwortungsbewusstsein Vorreiter sein können. „Klimaschutz“, so Jan Buck-Emden, CEO der Xella Gruppe, „kann nur erfolgreich sein, wenn die Unternehmen aller Wirtschaftssektoren ihre Lösungskompetenz einbringen. Mit der Bündelung unserer Expertise beim Klimaschutz in der Stiftung 2° wollen wir hierfür ein Zeichen setzen.“ Vorteilhaft sei dabei vor allem, so der Chef des international agierenden Bau- und Rohstoffunternehmens, dass das Team der Gründungsmitglieder viele sehr unterschiedliche Unternehmensfelder abbildet: „Ich glaube, dass wir in dieser Konstellation ziemlich einmalig sind – zumindest in Deutschland.“ Dieser Ansatz sei eine der wesentlichen Motivationen gewesen, die Idee einer Unternehmerstiftung für Klimaschutz mit der Gründung der Stiftung 2° umzusetzen.
Buck-Emden vertritt die Meinung, dass beim Klimaschutz jede Branche und jedes Unternehmen entlang seiner Möglichkeiten einen Beitrag leisten muss. In seinen Augen sind unternehmerisches Handeln und Klimaschutz kein Widerspruch: „Zwar ist Klimaschutz oftmals mit Investitionen verbunden, aber Maßnahmen zum Klimaschutz und die nachhaltige Ausrichtung des Unternehmens sehen wir als Chance.“ Bei Xella wurden durch professionelles Energiemanagement, die Nutzung von Abwärme oder die Einführung neuer Brennstoffverfahren bereits deutlich CO2 Emissionen reduziert. Derzeit wird in eine neue Technologie investiert, die unter Einsatz von Kalk in einem geschlossenen und somit nahezu emissionsfreien Kreislauf die Herstellung von Brenngas aus Sekundärrohstoffen erlaubt. Mit der so gewonnenen Energie können dann Kalköfen betrieben werden.
Es ist besonders wichtig, dass die dämmenden, mineralischen Baustoffe des Unternehmens weltweit für massive Gebäudehüllen eingesetzt werden, durch die der Energieverbrauch eines Gebäudes von Beginn an minimiert wird. Berücksichtigt man die lange Lebensdauer von Wohnbauten wird klar, wie wichtig beispielsweise winterlicher und sommerlicher Wärmeschutz sind, um den Energieverbrauch für das Heizen oder Kühlen von Gebäuden möglichst niedrig zu halten.
„Mit der Stiftung 2° schaffen wir das richtige Vehikel, um aus unternehmerischer Perspektive etwas für den Klimaschutz zu tun.“, Buck-Emden. Dr. Michael Otto, Aufsichtsratsvorsitzender der Otto Group und Initiator der Stiftung, sagt: „Mit der Gründung der Unternehmerstiftung 2° setzen wir ein klares Signal, dass Klima-schutz ein langfristiges, dringendes und wichtiges Anliegen der Wirtschaft ist“.
Die Stiftung 2° wird ihren Sitz in Berlin und Hamburg haben. Das anfängliche Jahresbudget beträgt 500.000 Euro. Der Stifterkreis ist für weitere engagierte Unternehmen offen.
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