Energieausweispflicht

Tipps zum Energieausweis für Vermieter

Bei jeder Vermietung und beim Immobilienverkauf ist er mittlerweile Pflicht: der Energieausweis. Er gibt Auskunft darüber, wie viel Energie die Wohnung oder das Haus verbraucht und informiert steckbriefartig über den Energiebedarf. Jeder Vermieter und Besitzer sollte sich mit dem Thema Energieausweis auseinandersetzen. Deshalb haben wir die wichtigsten Infos zusammengefasst. 

FOTO: PIXELIO/EHUTH
FOTO: PIXELIO/EHUTH

Wer benötigt den Energieausweis?

Der Energieausweis ist ein Pflichtdokument für Immobilieneigentümer bei:

  • Vermietung (ganz oder teilweise)
  • Verkauf (ganz oder teilweise)
  • Aushangspflicht (ab 500qm Nutzfläche mit starkem Publikumsverkehr, bzw. ab 250qm bei behördlicher Nutzung)

Selbstgenutzte Immobilien, Objekte mit unter 50 qm Nutzfläche oder denkmalgeschützte Objekte sind von der Energieausweispflicht nicht betroffen.

Schon bei der Besichtigung muss der Energieausweis unaufgefordert vorgelegt werden oder gut sichtbar aushängen. Alles andere stellt einen Verstoß gegen die EnEV2014 und damit eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einem Bußgeld von bis zu 15.000 Euro geahndet werden kann.

Welchen Zweck erfüllt der Energieausweis?

Durch Vorlage des Energieausweises soll dem Interessenten auf einen Blick die energetische Qualität des Gebäudes nähergebracht werden. Dies geschieht, indem das Objekt auf einer farbigen Vergleichsskala mit einem Referenzgebäude verglichen und in eine Energieeffizienzklasse eingeordnet wird, ähnlich den Energieverbrauchsskalen von Kühlschränken oder anderen Elektrogeräten.

Zugleich soll der Eigentümer durch den Energieausweis auf günstige Möglichkeiten zur energetischen Sanierung hingewiesen werden um Verbesserungspotentiale aufzuzeigen. Eine Verpflichtung ergibt sich durch solche Hinweise allerdings nicht.

Verbrauchsausweis oder Bedarfsausweis – Welcher ist der richtige?

Der Energieausweis kann auf zwei Arten ausgestellt werden: nach  Energieverbrauch  oder nach Energiebedarf. Davon hängen nicht nur die Kosten ab, sondern auch welche Daten vom Energieber ater benötigt werden. Doch nicht für jede Immobilie darf frei zwischen beiden Alternativen gewählt werden. Die Wahlfreiheit haben:

  • Wohngebäude mit Baujahr nach 1977 oder
  • Wohngebäude mit 5 oder mehr Wohneinheiten oder
  • Wohngebäude, die die Wärmeschutzverordnung von 1977 erfüllen
  • Nichtwohngebäude

Objekte, die nicht unter eines dieser Kriterien fallen, dürfen nur einen (aufwändigeren) Energieausweis nach Bedarf erhalten.

Verbrauchsausweis oder Bedarfsausweis sind jeweils 10 Jahre gültig.

Wer darf einen Energieausweises ausstellen?

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) enthält genaue Vorschriften darüber, wer berechtigt ist einen Energieausweis auszustellen. Es gelten bundeseinheitliche Regeln für Bestandsgebäude und -Wohungen. Für Neubauten setzen die Bundesländer über das jeweilige Baurecht fest, wer einen Energieausweis erstellen darf. Für Neubauten kommt nur der bedarfsorientierte Ausweis infrage. Hierfür sind sogenannte Bauvorlageberechtigte ausstellungsberechtigtund teilweise auch bestimmte Sachverständige.

Seite 2: Aufstellung: Bei diesen Personengruppen können Vermieter und Eigentümer von bestehenden Wohn- und Nichtwohngebäuden einen Energieausweis beantragen.

Energiesausweis online beantragen

Die günstigste Möglichkeit einen Energieausweis zu erstellen, ist es, den Energieausweis online zu beantragen. Auf www.energieausweis-vorschau.de können alle Arten von Energieausweisen direkt online angefragt werden. Verbrauchsbasierte Energieausweise sind in der Regel binnen weniger Tagen ausgestellt, bedarfsbasierte Energieausweise nehmen je nach Umfang etwa ein bis zwei Wochen in Anspruch. Preise ab 69 Euro.

Energieausweis-Vorschau.de bietet bereits seit 2007 Energieausweise im Internet an, Der Hauptaugenmerk liegt auf Rechtssicherheit, es werden nur geprüfte, rechtskräftige Energieausweise ausgestellt. Es besteht die Möglichkeit mit einem Energieberater telefonischen Kontakt aufzunehmen.

Für alle Fragen rund um das Thema Energieausweis bietet Energieausweis-Vorschau.de eine kostenlose Hotline an: Tel. 0341 22540293. 

Seite 2: Aufstellung: bei folgenden Personengruppen können Vermieter und Eigentümer von bestehenden Wohn- und Nichtwohngebäuden einen Energieausweis beantragen.

Quelle: Energieausweis-Vorschau.de

Bundeseinheitliche Regeln für den Bau im Bestand

Vermieter und Eigentümer von bestehenden Wohn- und Nichtwohngebäuden können einen Energieausweis bei folgenden Personengruppen beantragen:

  • Fach-)Hochschulabsolventen der Fachrichtungen (Innen-)Architektur, Hochbau, Bauingenieurwesen, technische Gebäudeausrüstung, Bauphysik, Maschinenbau, Elektrotechnik oder einer anderen technischen oder naturwissenschaftlichen Fachrichtung mit Schwerpunkt auf einem der oben genannten Gebiete
  • Handwerksmeister aus Bereichen wie Bau/Ausbau oder Schornsteinfegerwesen, die eine entsprechende Zusatzausbildung nach EnEV 2009, Anlage 11, absolviert haben
  • Staatlich anerkannte oder geprüfte Techniker, die auch die Beurteilung der Gebäudehülle, von Heizungs- und Warmwasserbereitungsanlagen oder von Lüftungs- und Klimaanlagen vornehmen können


Aussteller eines Energieausweises müssen zusätzlich eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Studienschwerpunkt im Bereich energiesparendes Bauen oder einschlägige Berufserfahrung von zwei Jahren
  • eine abgeschlossene Fortbildung nach den Vorgaben der EnEV
  • eine öffentliche Bestellung als vereidigter Sachverständiger im Bereich energiesparendes Bauen


Zur Erstellung von Energieausweisen für Wohngebäude im Bestand sind außerdem folgende Personengruppen berechtigt – auch wenn sie keine der oben genannten Qualifikationen erfüllen:

  • Energieberater, die vor dem 25.04.2007 als Vor-Ort-Berater der BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) registriert worden sind
  • Personen, die am 25.04.2007 über eine abgeschlossene Ausbildung im Bereich Baustoffe (Fachhandel oder Industrie) und eine abgeschlossene Weiterbildung zum Energiefachberater im Baustoff-Fachhandel oder in der Baustoffindustrie verfügten oder diese Qualifizierung vor dem 25.04.2007 begonnen und inzwischen abgeschlossen haben
  • Personen, die  am 25.04.2007 über eine erfolgreich abgeschlossene Weiterbildung zum Energieberater des Handwerks verfügten oder eine solche Weiterbildung vor dem 25.04.2007 begonnen und inzwischen abgeschlossen haben.
Das Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) am 25.05.2018 führt zu Anpassungen im Umgang mit personenbezogene Daten, wenn ein Dritter beauftragt wird. Der Auftraggeber (Verantwortlicher) hat sicher zu stellen, dass der Auftragnehmer...
Printer Friendly, PDF & Email
Verfallsdatum
In diesem Jahr verlieren die ersten Pflicht-Energieausweise ihre Gültigkeit. Hauseigentümer sollten daher prüfen, ob sie noch in diesem Jahr einen neuen Ausweis beantragen müssen.
Die Mehrheit der Energieberater plädiert für Ergänzungen am Energieausweis, um stärkere Anreize zur energetischen Sanierung von Gebäuden zu geben.
Am 1. Mai 2014 tritt die Novelle der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) in Kraft. Dies hat Auswirkungen auf den Energieausweis.
Mietrecht, BGH
Sofern eine Wohnung oder eine Immobilie einen Energieausweis hat, müssen auch Makler in Anzeigen Angaben dazu machen. Das Weglassen der Angaben zum Energieausweis wird als Wetbewerbswidrigkeit...
Mit umfangreichen Fortbildungen der Technischen Universität (TU) Darmstadt und der ina Planungsgesellschaft mbH (ina) erweitern Architekten, Ingenieure, Energieberaterund Handwerker ihr...
Vermieter und Eigentümer dürften in diesen Tagen verstärkt von Abmahnvereinen zur Kasse gebeten werden: Seit 1. Mai werden Bußgelder von bis zu 15.000 € fällig, wenn Immobilienanzeigen nicht alle...