Treskow-Höfe in Berlin-Karlshorst bestechen durch Gestaltung in Bauhaustradition

19.02.2016

Die kommunale Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE erhielt dür das Neubauprojekt Treskow-Höfe einen von zehn Bauherrenpreise. Gemeinsam mit Cramer Neumann Architekten sowie Ligne Architekten wurde ein urbanes Quartier für mehr als 400 Haushalte errichtet.

FOTO: HOWOGE_Dombrowsky

Vielfältige Wohnungsgrundrisse sowie die Mischung von freien und belegungsgebundenen Wohnungen bewirken eine generationenübergreifende und sozial gemischte Mieterstruktur.

Die städtebauliche Figur nimmt die vorhandene Siedlungsstruktur mit großen grünen Innenhöfen in überzeugender Weise auf und verbessert sie mit einem urbanen Abschluss an der Treskowallee.  Auf dem Areal, auf dem sich zuvor marode Studentenwohnheime aus den 1960er Jahren befanden, sind fünf- bis siebengeschossige Gebäude entstanden.

An das interne Wegekreuz, welche als Spielstraße ausgebildet ist, sind fast alle Treppenaufgänge der Gebäude angebunden. Gemeinbedarfseinrichtungen unterschiedlichster Art unterstützen  die Belebung des Stadtraumes.

Die architektonische Gestaltung des Ensembles besticht durch ihre an die Bauhaustradition angelehnte Klarheit und Detailqualität.

Rund 160 Stellplätze sind in einer Tiefgarage unter der zentralen Grünfläche untergebracht. Die Müllplätze wurden als moderne Niederfluranlagen gebaut. Das gesamte Quartier ist autofrei und bietet vielfältige öffentliche Spiel- und Aufenthaltsflächen.

Um den Zusammenhalt der Nachbarschaften zu stärken, unterstützt die HOWOGE soziale Einrichtungen und Vereine im Gebiet.

In einem europaweiten Vergabeverfahren mit integriertem Architektenwettbewerb wurde von Beginn an die Qualitätsdiskussion mit einer Optimierung der Kostenstruktur verbunden.  Durch Fernwärmeanschluss mit quartiersspezifischem Nahwärmenetz wird der KfW 70-Standard erreicht.

Das Vorhaben ist zertifiziert mit dem Gütesiegel des Vereins zur Förderung der Nachhaltigkeit im Wohnungsbau (NaWoh).

Mit diesem komplexen Projekt hat die Bauherrin aus Sicht der Jury ein qualitätsvolles Zeichen für den Beginn einer neuen Etappe des Wohnungsbaus in  Berlin gesetzt.

Der Deutsche Bauherrenpreis 2016:
Am 17. Februar 2016 wurden die Preise des Wettbewerbs zum Deutschen Bauherrenpreis 2016 in der Kategorie Neubau verliehen. Unter dem Vorsitz von Muck Petzet, Architekt BDA, zeichnete die Jury zehn Projekte des wichtigsten nationalen Wohnungsbauwettbewerbs mit einem Preis aus, zehn weitere Projekte erhielten eine Besondere Anerkennung.

 

Suchbegriffe: BDABauherrenpreisBerlinGdWHOWOGEKfW 70-StandardNaWohNachhaltigkeitNeubau

Weitere Artikel

                                                                                                                                                               

In der aktuellen IVV lesen Sie:

Steuerlicher Anreiz für mehr Werkswohnungen
Die Wiederentdeckung der Werkswohnung