Attraktiver Wohnraum auch aus wirtschaftlicher Sicht
Mehr Gemeinschaft, mehr Nachhaltigkeit, mehr bedarfsgerechtes, individuelles Wohnen – viele Menschen wünschen sich alternative Wohnformen. Aber wie können sie finanziert werden? Darüber gab es nicht nur Diskussionen, sondern glücklicherweise auch eine Lösung.
Das Carree zwischen Tobias-Mayer-Straße und Palmstraße soll ein Vorzeigeprojekt für eine fortschrittliche Stadtentwicklung und zukunftsweisende, alternative Wohnformen werden: gemeinschaftlich und selbstverwaltet, sozial ausgewogen und inklusiv, umweltfreundlich und bezahlbar. Es ist ein in Esslingen einmaliges Wohnprojekt und seit 2023 Projekt der IBA 2027. Die EWB entwickelte das Konzept für ihr Quartier und ist auch für die Umsetzung verantwortlich. Im Dezember 2024 trat der Bebauungsplan in Kraft.
Bauherrin ist die Initiative Alternatives Wohnen Esslingen (AlWo)
Im Zentrum des Projekts steht das „Kettenhaus 1“: In den vier miteinander verbundenen Einzelgebäuden entstehen bis zu 38 Wohnungen mit ein bis fünf Zimmern und flexiblen Grundrissen für unterschiedliche Wohnbedürfnisse. So lassen sich beispielsweise mehrere kleine Appartements auch zu einem größeren Wohnkomplex mit gemeinschaftlich genutzten Räumen zusammenschließen (Clusterwohnen). Die Treppenhäuser erschließen über gut proportionierte und helle Vorzonen im nordwestlichen fünf und im südöstlichen Flügel drei Wohnungen pro Geschoss.Das Erdgeschoss ist massiv, die Obergeschosse sind in Holzhybridbauweise konstruiert.
Auch Wohngemeinschaften sind möglich. Das Erdgeschoss der drei- bis fünfgeschossigen Gebäude bietet Platz für Gewerbe, Ateliers oder Gemeinschaftsaktivitäten.
Im Mittelpunkt des Quartiers wird ein zentrales Grünfeld mit Plätzen, Höfen und Gärten mit hoher Aufenthaltsqualität geschaffen. Über die autofreie Palmpromenade ist das Quartier mit der Nachbarschaft verbunden. Bis 2027 soll das „Kettenhaus 1“ fertiggestellt sein.
Das Projekt soll "richtig gut werden"
Andreas Hofer, Architekt, Intendant und Geschäftsführer der Internationalen Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart (IBA’27), erklärt: "Die Ausloberinnen und wir in der Jury haben uns gemeinsam mit viel Mut zu wirklich großen Häusern entschlossen, und dadurch für einen Mehrwert für alle. Denn nur so schaffen wir die notwendige Menge an Wohnraum mit vielfältigen Wohnangeboten – und gleichzeitig neuen Freiraum, der allen Menschen im Stadtviertel zugute kommt. Wenn wir so weitermachen, mit dieser Sorgfalt, mit gutem Zuhören, im Dialog zwischen Planerinnen, Auslobern, Stadtgesellschaft – dann wird das Projekt richtig gut."
Quelle: IBA'27 - Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart GmbH / Esslinger Wohnungsbau GmbH
weitere Meldungen zur IBA'27 Stuttgart und Region:
Kluges und mutiges Bauprojekt mitten in Stuttgart
400 neuen Wohnungen auf der grünen Wiese in Stuttgart-Zuffenhausen
Quartierstudie liefert Hinweise für die Planung











