Wohnraum wird knapp

"Der Wohnraum wird in einigen Ballungsregionen und wirtschaftlich starken Städten gerade für sozial schwächer gestellte Menschen knapp. Daher ist die Förderung von Wohnraum in diesen Regionen unverzichtbar", erklärte Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen anlässlich der Beratung eines Antrags der SPD-Fraktion zur Zukunft der Sozialen Wohnraumförderung bis 2019 im Deutschen Bundestag.

Foto: pixelio.de/birgitH
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"Der Bund muss sich auch nach 2013 mindestens im bisherigen Umfang an der sozialen Wohnraumförderung beteiligen." Sonst drohten erhebliche soziale Probleme in den Quartieren, bis hin zu einer sozialen Segregation. Bis 2013 leistet der Bund einen finanziellen Beitrag für die soziale Wohnraumförderung an die Länder von 518,2 Mio. Euro jährlich. Über die Fortführung dieser Transferleistungen verhandeln Bund und Länder ganz aktuell.

"Der demografische Wandel, die Notwendigkeit energetischer Sanierungen im Gebäudebestand und der strukturelle Wandel der Wohnungsmärkte, der sich regional unterschiedlich vollzieht, erfordern ein höheres Maß an Engagement in der Förderpolitik", so Gedaschko. Zudem sei in vielen Wohnungsteilmärkten der Umbau von Bestandswohnungen für das bezahlbare familien- oder altengerechte Wohnen erforderlich. Auch durch die zunehmende energetische Sanierung der Bestandsgebäude steigen in den Beständen die Mieten, was sich vor allem in einer steigenden Mietbelastungsquote der einkommensschwachen Bevölkerungsteile niederschlägt.

Gegenwärtig zählen rund 20 % der Haushalte in Deutschland zu den Niedrigeinkommensbeziehern, Tendenz steigend. Vor allem die zukünftigen Seniorenhaushalte werden ein deutlich geringeres Einkommen haben als die heutigen Rentnerhaushalte. Der soziale Wohnungsbestand, der vor allem in den alten Ländern liegt, baut sich jedoch sukzessive weiter ab. Laut einer Erhebung der Fachkommission Wohnungsbauförderung/SUBVE Bremen bei den Landesförderinstituten ist der Bestand an gebundenen Mietwohnungen zwischen 2002 und 2008 in fast allen Bundesländern gesunken – und dabei teilweise um über 50 %.

"Es gilt jetzt, die Weichen für eine sichere Wohnraumförderung auch nach 2013 zu stellen", so Gedaschko. "Wir appellieren an die Länderchefs, sich auch für eine freiwillige Selbstverpflichtung zur Fortsetzung der investiven Zweckbindung auf Länderebene einzusetzen." Das würde bedeuten, dass die Mittel durch Zweckbindung auch zukünftig ausschließlich für die soziale Wohnraumförderung und zur Finanzierung der damit verbundenen Aufgaben eingesetzt werden können.

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