Rheinland-Pfalz verdoppelt das Fördergeld im neuen Etat
Die vom Bayerischen Landesamt für Statistik vorgelegten Zahlen für den Freistaat bedeuteten nichts Gutes für die ohnehin äußerst angespannten Wohnungsmärkte in den bayerischen Städten und Gemeinden, erklärt Hans Maier, Direktor des Verbands bayerischer Wohnungsunternehmen. Denn die Nachfrage nach bezahlbaren Wohnungen sei nach wie vor groß und werde der Bevölkerungsprognose zufolge weiter wachsen. Die sozial orientierten Mitglieder des Verbands bayerischer Wohnungsunternehmen könnten wegen der hohen Baukosten nur noch mit Fördermitteln die nötigen Mietwohnungen errichten. Doch die Fördermittel seien knapp geworden. Erste Bauprojekte mussten bereits abgesagt oder auf Eis gelegt werden.
Angesichts enormer Kosten und knapper Mittel brauche es für einen dauerhaft funktionierenden Wohnungsbau nicht nur mehr Förderung, sondern auch ausreichend bezahlbare Grundstücke, eine Bremse bei den Baukostensteigerungen, steuerliche Anreize und ein Zinsförderprogramm für bezahlbaren Wohnungsbau, so das Forderungspaket des Verbandsdirektors.
Rheinland-Pfalz stellt 350 Millionen bereit
Unterdessen hat die rheinland-pfälzische Landesregierung beschlossen, die Mittel für die soziale Wohnraumförderung im Haushalt 2025/2026 auf 350 Millionen Euro zu erhöhen damit fast zu verdoppeln. Der Verband der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft (VdW südwest) und der Verband der Wohnungswirtschaft Rheinland Westfalen (VdW Rheinland Westfalen) begrüßen die Erhöhung des Förderetats, kritisieren aber gleichzeitig eine Verschlechterung der Förderkonditionen.
Tilgungszuschüsse werden abgesenkt
Unter anderem sollen die Tilgungszuschüsse sowohl für den Neubau als auch für Modernisierungsmaßnahmen reduziert werden. Der Anteil der rückzahlbaren Kreditsummen erhöht sich damit. Außerdem stehe fest, dass alle Anträge auf Fördergelder, die dieses Jahr nicht mehr beschieden werden können, nur nach den neuen Konditionen bewilligt werden. Alexander Rychter, Verbandsdirektor des VdW Rheinland Westfalen übt Kritik an der langsamen Bearbeitung von Förderanträgen. „Da viele Förderanträge aufgrund der hohen Nachfrage nicht rechtzeitig bearbeitet werden konnten, müssten einige unserer Mitgliedsunternehmen ihre Bauvorhaben verschieben und zudem mit anderen Konditionen vorliebnehmen, als sie es ursprünglich kalkuliert hatten.“ (Red.)











