Kaum Auswirkungen auf die Zahlungen der Wohnungsmieten im Norden
Es war bereits die die vierte gemeinsame Mietenumfrage des BFW Landesverbands Nord, des Grundeigentümer-Verbands Hamburg, des IVD Nord sowie des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), die im Mai 2021 durchgeführt wurde. Knapp 1.000 Unternehmen sowie private Vermieterinnen und Vermieter aus Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein beteiligten sich an der Befragung der Verbände. Insgesamt 8.468 Gewerbemietverträge wurden dabei erfasst. 13 Prozent davon seien als Folge der Coronapandemie von Zahlungsausfällen betroffen. Besonders schwierig sei die Lage erwartungsgemäß in der Hotellerie und Gastronomie sowie im Einzelhandel. „In diesen Branchen ist die Situation dramatisch. Zum Teil fällt die Hälfte aller Mieten aus“, so die Verbände. In zwei Dritteln der Fälle hätten die Mietparteien bereits Zahlungsvereinbarungen getroffen. Die Vermieterinnen und Vermieter gewährten Stundungen oder Ratenzahlungen oder erließen Teile der Miete.
„In der Krise zeigt sich sehr deutlich: Mieter und Vermieter sind keine Gegner, sondern Partner“, so die Einschätzung der Verbände. „Dort, wo es Probleme gibt, finden die Betroffenen in den allermeisten Fällen selbst gute Lösungen – unbürokratisch und pragmatisch, ganz ohne gesetzlichen Druck.“
Wohnungsmieten: weniger als ein Prozent betroffen
Schon im vergangenen Jahr hatten die Umfragen der Verbände gezeigt, dass die Zahlungen der Wohnungsmieten deutlich weniger von der Coronapandemie betroffen sind als die Gewerbemieten. Dies bestätige sich auch im Mai: Aktuell komme es bei weniger als einem Prozent der rund 480.000 untersuchten Wohnraummietverhältnisse coronabedingt zu Zahlungsverzögerungen. Für mehr als 70 Prozent dieser Fälle wurden bereits individuelle Vereinbarungen zur Zahlung der Miete getroffen. (Red.)











