Haus & Grund Rheinland fordert keine Erhöhung des „Wasserpfennig“

Zwar sind in erster Linie Unternehmen betroffen. Allerdings müssen auch Wasserversorger diese Abgabe zahlen, so dass mittelbar auch Privathaushalte belastet werden dürften. Haus & Grund Rheinland lehnt die Erhöhung der Wassergebühren daher ab.

Das Wasserentnahmeentgelt soll auf 5 Cent anzuhoben werden. Foto: ecowater
Das Wasserentnahmeentgelt soll auf 5 Cent anzuhoben werden. Foto: ecowater

Das Wasserentnahmeentgelt bezeichnet eine für die Entnahme von Grundwasser und Oberflächenwasser erhobene Abgabe für Unternehmen, sofern dieses Wasser einer Nutzung zugeführt wird. Die Vorgängerregierung hatte noch im September 2009 beschlossen, die erst im Jahre 2004 eingeführte Wasserabgabe jährlich um 10 % schrittweise bis zum Jahr 2018 abzubauen. In diesem Jahr wäre demnach das Entgelt auf 3,6 Cent und 2013 auf 2,7 Cent abgesunken. Der Gesetzentwurf der rot-grünen Landesregierung sieht hingegen vor, das Wasserentnahmeentgelt auf 5 Cent anzuheben.
„Die Zeche müssen am Ende mal wieder die privaten Hauseigentümer zahlen“, beklagt der Vorsitzende von Haus & Grund Rheinland, Prof. Dr. Peter Rasche. „Dass die Wasserversorger die Mehrbelastung durch das Wasserentnahmeentgelt an die Verbraucher weitergeben werden, ist doch abzusehen“, so Rasche weiter.
Begründet wird die geplante Erhöhung des Wasserentnahmeentgelts mit den EU-Wasserrahmenrichtlinien, die zum nachhaltigen Gewässerschutz konsequent umgesetzt werden sollen. Der Wasserpreis für Privathaushalte setzt sich aus unterschiedlichen Komponenten zusammen und liegt je nach Kommune teilweise schon heute bei über zwei Euro. „Die Belastungen der Privathaushalte sind schon groß genug. Damit muss Schluss sein“, fordert Prof. Dr. Peter Rasche
Printer Friendly, PDF & Email
12.8.2025
Daikin
Überhitzte Innenräume gefährden die Gesundheit. Bei immer länger anhaltenden Hitzeperioden mit Temperaturen jenseits der 30 Grad reichen selbst Maßnahmen wie das Anbringen von Beschattungen in vielen...
25.6.2024
PŸUR
Der Glasfaserausbau in Halle (Saale) schreitet voran. Alle Bewohnerinnen und Bewohner in rund 17.500 Wohnungen der Hallesche Wohnungsgesellschaft mbH (HWG) erhalten schrittweise bis 2029 einen...
27.2.2024
Bürgergeld für einen Monat
Nach den sprunghaften Energiepreiserhöhungen seit 2022 sind Haushalte mit drastischen Nachzahlungen für das Heizen konfrontiert. Fernwärmelieferanten verlangen teilweise vierstellige Summen für 2023...
9.10.2025
Nachhaltigkeit
Mit smarter Trinkwassermessung in Gebäuden können bis zu 25 % des Verbrauchs eingespart werden, sagt eine Studie. Für die Einsparung und Reduktion des Wasserverbrauchs sei eine konsequente...
26.3.2025
Neue Norm für Verkehrssicherheitsprüfung
Die deutsche Normengläubigkeit bekommt in der Bau- und Immobilienwirtschaft derzeit Risse. Das DIN-Institut sieht sich zu öffentlichen Erklärungen genötigt. Jetzt gibt es massive Kritik am „Gebäude...
14.3.2025
ISH Weltleitmesse Wasser, Wärme, Luft
Die ISH Weltleitmesse für Wasser, Wärme und Luft hat sich in diesem Jahr komplett dem Klimaschutz verschrieben. Nach einem massiven Einbruch der Verkaufszahlen 2024 dürften die Erwartungen der...