Warnung vor leichtfertiger Finanzierung
"Durch das künstlich niedrig gehaltene Zinsniveau gehe die Steuerungsfunktion des Zinses verloren", argumentierte Professor Hans-Peter Burghof von der Universität Hohenheim auf einem Symposium der Bausparkasse Schwäbisch Hall in München, die unter dem Motto „Private Vorsorge in der Niedrigzinsphase“ stand.
Besonders bei Immobilienfinanzierungen, käme es in diesem Zusammenhang oft zu leichtsinnigen Entscheidungen seitens der Verbraucher. Immer wieder glaubten sie auch, eine Baufinanzierung gänzlich ohne Eigenkapital stemmen zu können.
Die Nullzinspolitik der EZB kritisierte Burghof als „riesige Vermögensumverteilung“, von Sparern und Privatanlegern hin zu den schwächelnden Banken in Krisenstaaten, die auf eine günstige Refinanzierung angewiesen seien.
Verbraucher sollten lieber mit Bausparen die Risiken bei der Baufinanzierung erheblich reduzieren und gleichzeitig Eigenkapital bilden können. Da beim Bausparen die Zinsen über die gesamte Laufzeit festgeschrieben sind, „sichert sich der Verbraucher gegen steigende Zinsen ab und macht sich unabhängig von der Entwicklung am Kapitalmarkt.“
Ob eine Baufinanzierung tragbar sei, sollte man immer im Blickfeld behalten. Vor allem Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Makler- und Notargebühren, Umzugs- oder Renovierungskosten würden nicht selten ganz übersehen. Eine Eigenkapitalquote von 20 bis 30 Prozent ist als Grundlage einer soliden Immobilienfinanzierung empfehlenswert. (Quelle: Schwäbisch Hall)











