90 Jahre degewo
„Stadt 2050. Ein Blick in die Zukunft“, lautete das Motto der degewo-Konferenz, die im Rahmen des 90. Geburtstags von Berlins führendem Wohnungsunternehmen stattfand. Die Referenten, Gäste und Besucher waren sich einig, dass die Rolle der Städte in Zukunft wichtiger wird. Denn in den Städten konzentrieren sich die gesellschaftlichen Probleme, aber auch die Lösungen.
„Immer mehr Städte stehen vor großen Herausforderungen, was z. B. die Fragen bezahlbaren Wohnraums, die Entwicklung der Quartiere, der Infrastruktur und des öffentlichen Raums angeht“, sagte der Gastgeber der Fachkonferenz, degewo-Vorstandsmitglied Frank Bielka. Trends und Entwicklungen aufspüren war das Ziel der ganztägigen Veranstaltung.
Der Staatssekretär im Bundesbauministerium, Gunther Adler blickte in seinem Statement in die Zukunft: „Städte werden im Jahr 2050 internationaler sein, grüner, sauberer, vernetzter und sozial gerechter. Der Zuzug wird anhalten. Schon heute wollen immer mehr Menschen in die Städte.“
Auch sein Berliner Amtskollege, der Staatssekretär für Bauen und Wohnen, Engelbert Lütke Daldrup fragte in seinem Grußwort, wie die Städte und Metropolen die kommenden Herausforderungen angehen.
Berlin sei dafür bereits gut aufgestellt: „Berlin profitiert ganz besonders vom Trend, das Städte wieder attraktiver werden. Die Hauptstadt muss sich aber weiterentwickeln, auf allen Ebenen. Die soziale Weiterentwicklung ist dabei ein ganz zentraler Punkt.“
Der amerikanische Politikwissenschaftler, der auch Berater des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton war, Prof. Dr. Benjamin R. Barber sagte: „Städte übernehmen immer häufiger die Aufgaben des Staates. Sie sind oft direkter und konkreter mit den Problemen konfrontiert.“ Prof. Dr. Barber forderte ein „globales Parlament der Bürgermeister“.
Der britisch-kanadische Journalist und Autor, Doug Saunders sagte: „Wenn Berlin von den besten Vorbildern aus Europa lernt und seine Stärken nutzt, kann das Berlin des Jahres 2050 ein Ort sein, der dem heutigen Berlin ähnelt – mit noch mehr Einwohnern, erschwinglicherem Wohnraum, mehr Dichte und mehr Komfort. Der spannendste Abschnitt im Wachstum Berlins steht erst bevor.“











