Ab 2020 wird BIM bei öffentlichen Infrastrukturprojekten verbindlich
Immerhin 39 Prozent sind dabei, eine solche Strategie zu erarbeiten. In den nächsten Jahren wollen fast 80 Prozent der Unternehmen mit BIM arbeiten.
Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie "Digitalisierung der deutschen Bauindustrie", für die PwC 100 Unternehmen aus den Bereichen Planung & Design, Bau und Anlagenbau befragt hat.
Digitales Bauen gilt als technisch anspruchsvoll
Mit BIM, als "digitales Planen und Bauen" bezeichneten Methode, werden Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden mit Hilfe von digitalen Lösungen optimiert. >> Mehr erfahren mit der Zeitschrift Build-Ing.
Laut der Befragten ist das digitale Bauen vor allem aus technischer Sicht anspruchsvoll. Das bestätigen fast zwei Drittel der Experten (63 Prozent). Gut die Hälfte (52 Prozent) hält BIM für aufwändig in der Umsetzung. Die größten Hürden für das digitale Bauen sind nach Einschätzung der Unternehmen fehlende Fachkräfte (52 Prozent) und hohe Investitionen (48 Prozent). Außerdem können mehr als drei Viertel die Kosten der technischen Implementierung von BIM nicht einschätzen.
Viele Ausschreibungen fordern den Einsatz von BIM
Der Aufwand lohnt sich jedoch: Fast jeder Zweite bezeichnet BIM als positive Erfahrung (46 Prozent) und Arbeitserleichterung (44 Prozent). Das digitale Bauen führe auf jeden Fall zu effizienteren Arbeitsabläufen, finden 39 Prozent der Befragten. Je 36 Prozent nennen die kürzeren Planungs- und Bauzeiten sowie eine bessere Zusammenarbeit mit allen Akteuren als zentrale Vorteile.
"Fest steht: In Zukunft werden Unternehmen aus der Baubranche am digitalen Bauen kaum mehr vorbeikommen. Ab 2020 wird BIM bei allen neuen öffentlichen Infrastrukturprojekten in Deutschland verbindlich. Schon heute fordern viele Ausschreibungen den Einsatz von BIM", ergänzt Christian Elsholz, Director bei PwC im Bereich Capital Projects & Infrastructure.
Finanzielle Anreize und Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten schaffen
Um die Einsatzmöglichkeiten von BIM in Deutschland zu verbessern, fordern die Befragten den schnelleren Ausbau der digitalen Infrastruktur (61 Prozent). Aber auch die finanzielle Förderung durch den Bund und mehr Anreize seitens der Auftraggeber für eine bereichsübergreifende Zusammenarbeit sehen mehr als die Hälfte der Befragten als sehr wichtig an. Knapp jeder Zweite hält mehr Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für unersetzlich, um den Einsatz von BIM in Deutschland zu verbessern.
"Das digitale Bauen bedeutet einen Paradigmenwechsel für die Baubranche", ist auch PwC-Expertin Rebekka Berbner überzeugt. Für sie überwiegt jedoch das Positive: "Im Fokus der Zusammenarbeit für ein Bauprojekt steht künftig Win-Win, nicht mehr Win-Lose".
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Weiterführende Links:
www.pwc.com/structure