„Das Wachstum im Inland ist demnach relativ stabil, wie auch die jüngsten Konjunkturdaten belegen“, konstatiert Sascha Hettrich, Managing Partner von King Sturge Deutschland. Angesichts der globalen Verflechtungen der Volkswirtschaften gibt er jedoch zu Bedenken: „Die Risiken liegen vor allem im Ausland. In einigen europäischen Ländern ist die Unsicherheit deutlich gewachsen. Zuletzt erinnerte Irland mit einem überraschenden Rückfall seiner Wirtschaftsleistung daran, dass die Krise keineswegs überwunden ist. Auch die großen Volkswirtschaften wie USA, China und Japan zeigen ein Abkühlen der Konjunktur.“ Auf eine abkühlende Konjunktur weist die Entwicklung der makroökonomischen, auf der statistischen Auswertung von DAX, Dimax, ifo-Geschäftsklima und Zinsen basierenden Immobilienkonjunktur hin. Sie gibt im September um moderate 0,2 % nach und liegt aktuell bei 195,6 Zählerpunkten (Vormonat: 196,1). Damit erreicht sie ihren Stand von Januar 2008.
Wohnsegment mit größtem segmentbezogenen Zuwachs
Nach den moderaten Anstiegen der vergangenen Monate verzeichnet das Wohnsegment im September mit 6,1 % einen kräftigen Zuwachs und liegt aktuell bei 161,7 Zählerpunkten (Vormonat: 152,4). Damit erreicht es einen neuen Höchststand und steht segmentübergreifend an der Spitze. Einzelhandelsimmobilien werden mit 128,3 Punkten mittlerweile zum sechsten Mal in Folge mehrheitlich positiv bewertet (Vormonat: 122,1). Das Industrieklima wächst um 3,1 % von 116,3 auf 119,9 Zählerpunkte. Zwar beurteilen die befragten Marktakteure Büroimmobilien weiterhin am kritischsten. Doch werden sie im September mit 110,9 Zählern (Vormonat: 106,1) bereits zum zweiten Mal in Folge überwiegend positiv bewertet und erreichen ihren höchsten Wert seit März 2008.
Trotz der euphorischen Stimmung in der Immobilienbranche warnt Hettrich: „Ein Double-Dip in den USA scheint derzeit durchaus möglich. Und es ist auch nicht ausgeschlossen, dass uns in Europa noch einmal die Schuldenkrise einholt.“ Hettrich weiter: „Hoffen wir also, dass Spanien und andere Schuldenländer ihre Probleme nach und nach in den Griff kriegen. Dann wird sich der Aufschwung fortsetzen. Unter dem Strich ist allerdings ein wenig mehr Vorsicht vor überschäumendem Optimismus angesagt.“











