Aufzüge nicht mehr sicher?

Der Aufzugshersteller Schindler fordert mit Bezugnahme auf einen aktuellen Sicherheitsreport einheitliche Qualitätsstandards.

 

Service-Techniker bei einer Sicherheitsüberprüfung. Foto: Schindler
Service-Techniker bei einer Sicherheitsüberprüfung. Foto: Schindler
In einem aktuellen Anlagensicherheits-Report ist der Verband der TÜV e.V. (VdTÜV) zu dem alarmierenden Schluss gekommen, dass das Sicherheitsniveau der Aufzüge in Deutschland kontinuierlich sinkt. 
  • Nicht einmal ein Drittel aller Anlagen, die im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen begutachtet wurden, waren ohne Beanstandung.
  • Knapp zehn Prozent der gefundenen Mängel stuften die Prüfer als sicherheitsrelevant ein.
  • 4.700 Anlagen mussten wegen akuter Gefahren umgehend stillgelegt werden.

 

Paolo Compagna, Geschäftsführer von Schindler Deutschland, fordert aus diesem Grund einheitliche Qualitätsstandards für alle Wartungsarbeiten.

 

Um den sicheren Betrieb von Aufzugsanlagen zu garantieren, ist eine regelmäßige Wartung durch ein Aufzugunternehmen unerlässlich. Dabei sollten Betreiber einen Partner wählen, der auch weitere Leistungen anbietet, um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten.

 

Im aktuellen Anlagensicherheits-Report ist allerdings nachzulesen, dass selbst bei den grundlegenden Wartungsarbeiten die Qualität von Dienstleister zu Dienstleister mitunter erheblich schwankt und sogar von „Reparaturpfusch“ die Rede ist.

 

„Einheitliche Ausbildungsstandards für das Personal sowie mehr Transparenz über Qualität und Umfang der Servicearbeiten“ sind daher laut Compagna unerlässlich.

 

Bereits jetzt können Betreiber sicher gehen, wenn Sie mit einem nach DIN EN 13015 zertifizierten Aufzugsunternehmen zusammenarbeiten. Diese Wartungsnorm regelt, dass sämtliche Arbeiten nach einheitlichen europäischen Qualitätskriterien ausgeführt werden und eine qualifizierte Wartung erfolgt.

 

Weitere Informationen finden Sie direkt beim Unternehmen.

 

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