Baubranche knackt 2018 die 800.000-Beschäftigten-Marke

Bauunternehmer sind offen für die Beschäftigung von Flüchtlingen

Der seit 2010 anhaltende Beschäftigungsaufbau in der deutschen Bauwirtschaft wird sich auch in diesem Jahr fortsetzen. Die Branche rechnet mit etwa 800.000 Beschäftigten im Jahr 2017. Diese Prognose stellte der Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Peter Hübner, vor. Eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hatte außerdem ergeben, dass deutsche Bauunternehmer offen für die Beschäftigung von Flüchtlingen seien.

Baubranche knackt 2018 die 800.000-Beschäftigten-Marke. FOTO: PIXABAY/STUX
Baubranche knackt 2018 die 800.000-Beschäftigten-Marke. FOTO: PIXABAY/STUX

Der Beschäftigungsaufbau erfolge aktuell zu einem überwiegenden Teil über die Integration arbeitsloser Baufacharbeiter sowie über die zunehmende Beschäftigung von Personen aus dem europäischen Ausland, teilte der Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie mit . So sei die Zahl der arbeitslosen Baufacharbeiter 2016 binnen Jahresfrist um 5.000 auf nur mehr 27.700 gesunken. Die Zahl der ausländischen Beschäftigten sei um 15.000 auf 109.000 Personen gestiegen, deren Anteil an den gesamten Beschäftigten liege mittlerweile bei 14 %.

Bauunternehmer befürchten Fachkräftemangel

Trotz verstärkter Ausbildung und Zuwanderung - langfristig drohe aber schon aufgrund des demographischen Wandels eine Fachkräftelücke. Schon jetzt befürchten 74 % der Bauunternehmer eine Beeinträchtigung ihrer wirtschaftlichen Entwicklung aufgrund des Arbeitskräftemangels", berichtete Hübner.

Die Branche müsse deshalb verstärkt auf eine Offensive zur Produktivitätssteigerung setzen. Die Digitalisierung aller Planungs- und Bauprozesse berge große Innovations- und damit auch Rationalisierungspotentiale. Ohne politische Rückendeckung sei der Prozess aber nur schwer umzusetzen. Hübner begrüßt es deshalb, dass das BMVI die Anstöße der Reformkommission "Bau von Großprojekten" zum verstärkten Einsatz von Building Information Modeling (BIM) aufgegriffen hat. Hübner appelliert an die Politik, diese positive Entwicklung in der nächsten Legislaturperiode konsequent fortzusetzen. Insbesondere die Entwicklung einheitlicher Standards, Normen und Schnittstellen sei unerlässlich.

Lesen Sie auch die Artikel der IVV immobilien vermieten & verwalten:
Flüchtlinge haben einen positiven Effekt auf die deutsche Konjunktur
Flüchtlinge brauchen ein Zuhause
Wohnungsnot trotz anhaltendem Bauboom


 

 

Weiterführende Links:
www.bauindustrie.de

Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) schreibt vor, dass bei der Erhebung von personenbezogenen Daten der Betroffene zu informieren ist. Unter anderem soll dem Betroffenen mitgeteilt werden, zu welchem Zweck die Daten verarbeitet werden, an wen die Daten weiter...
Printer Friendly, PDF & Email
19.5.2018
Baukonjunktur und -kapazitäten
Anlässlich des Tages der Deutschen Bauindustrie erklärte Peter Hübner, Präsident des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie, die deutsche Bauwirtschaft wisse mit Engpässen im personellen Bereich...
11.1.2019
Statement von HDB und ZDB
Die Zahl der Baugenehmigungen war in 2018 sehr hoch, auch die Zahl der Wohnungsfertigstellungen steigt weiter an. Doch all das reicht noch nicht aus, um den Bedarf an neuen Wohnungen in...
4.11.2019
Integration Geflüchteter
Wer Menschen mit Fluchthintergrund beschäftigen oder ausbilden möchte, kann hierfür auf verschiedene Förderangebote zurückgreifen. In einem neuen Ratgeber informiert das Netzwerk "Unternehmen...
11.8.2017
Weiterbildung für Immobilienverwalter
Sporthallen und Containerdörfer können für die Flüchtlingsunterbringung nur ein Provisorium sein. Früher oder später müssen die Kommunen Geflüchtete und anerkannte Asylsuchende in Wohnungen...
6.11.2019
Verwalter-Konjunktur
Die Beschäftigung in Immobilienverwaltungen wächst. Aber der Fachkräftemangel und erste Auswirkungen der Digitalisierung verändern das Arbeitsumfeld.
26.9.2018
Ergebnisse des 6. DDIV-Branchenbarometers, Teil 2
Immobilienverwaltungen beschäftigen immer mehr Mitarbeiter – und setzen zunehmend auf betriebliche Ausbildung, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Doch ohne einen Ausbildungsberuf Immobilienverwalter...