Wohntrends

Co-Living: Wohngemeinschaft der Arbeitnehmer

Was im Silicon Valley oder London längst Standard ist, wird auch in Deutschland immer öfter von Arbeitnehmern genutzt: Co-Living. Nach Co-Working, einem Arbeitskonzept, bei dem Arbeitnehmer wie Freiberufler, Digitalnomaden oder kleinere Start-ups in meist offenen Räumen zusammen arbeiten und voneinander profitieren, folgt nun die neue Form der Gemeinschaft.

Co-Living als neue Form der Wohngemeinschaft (Foto: new africa/stock.adobe.com)
Co-Living als neue Form der Wohngemeinschaft (Foto: new africa/stock.adobe.com)

Co-Living beschreibt das Zusammenleben meist jüngerer Arbeitnehmer verschiedener Berufsgruppen in einer Wohngemeinschaft (WG), in der sie voneinander lernen, gemeinsam Knowhow austauschen, Netzwerken und sich gegenseitig unterstützen. Synergieeffekte nutzen, lautet das Motto. Junge, kreative Menschen, die in der digitalen Branche, den Medien oder Start-ups tätig sind, nutzen die neue Lebens- und Arbeitsform. Vor allem in Großstädten, in denen sich Start-ups und digitale Firmen konzentrieren, in denen Wohnraum aber knapp und teuer ist, setzt sich dieses Konzept zunehmend durch.

Die Wiege des Co-Livings steht in den USA. In Kalifornien wurde im Jahr 2006 eines der ersten Wohnprojekte dieser Art ins Leben gerufen. Fünf NASA-Ingenieure nannten ihre WG im Silicon Valley Rainbow Mansion und lebten und arbeiteten fortan zusammen. Der Trend schwappte nach Europa und verbreitete sich in den Metropolen. Inzwischen findet man auch in Deutschland zahlreiche Co-Living-Projekte. Immobilienunternehmen planen in den kommenden Jahren mehrere solcher WGs in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart. Dabei werden auch Bestandgebäude revitalisiert.

Nachhaltig und flexibel

Wer sich entscheidet, solch ein Angebot zu nutzen, der mietet ein umfassendes Paket an Leistungen. Die beinhalten in der Regel ein möbliertes Zimmer, ein Badezimmer – je nach Angebot auch ein eigenes Badezimmer – eine Gemeinschaftsküche, die Reinigung, die Betriebskosten und selbstverständlich einen Highspeed-Internetzugang. Möglich sind außerdem Angebote mit Zugang zu einem Pool, Konferenzraum, Fitnessstudio und Waschsalon. Die Preisspanne reicht entsprechend von ca. 500 Euro bis hin zu 2.000 Euro pro Monat und die Mietzeit von wenigen Wochen über Monate bis hin zu einigen Jahren.

Einrichtungsgestände müssen in der Regel nicht gekauft werden. Leben und arbeiten spielt sich meist in den WGs ab, wodurch sich Stress, Zeit und Energie sparen lässt. Wer sich für ein Co-Living-Konzept entscheidet, arbeitet nicht selten im Home Office. Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit werden fließender. Durch die gemeinsame Nutzung der Ressourcen lässt sich das Wohnen nachhaltiger gestalten. Flexibilität und Gemeinschaft kennzeichnen das Konzept, das als zeitgemäße Wohngemeinschaft immer populärer wird.

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