Neubau-Quartett

degewo baut für Alteingesessene und Neuberliner

Berlins größtes kommunales Wohnungsbauunternehmen gab im Dezember den Startschuss zum Bau von 920 überwiegend mietpreisgebundenen Wohnungen. Diese werden den Bestand von degewo hauptsächlich im Nordosten der Stadt ergänzen. Drei der vier Neubauvorhaben entstehen im Bezirk Marzahn-Hellersdorf.

Bereits 2016 gab das Wohnungsunternehmen degewo bekannt, 22.000 neue Wohnungen in Berlin zur Verfügung stellen zu wollen. (Screenshot Video "Neubaustrategie 2016")
Bereits 2016 gab das Wohnungsunternehmen degewo bekannt, 22.000 neue Wohnungen in Berlin zur Verfügung stellen zu wollen. (Screenshot Video "Neubaustrategie 2016")

degewo plant seinen Wohnungsbestand bis 2021 durch Neubau und Ankauf um jährlich ca. 1.500 Wohnungen zu erhöhen. Damit soll mehr bezahlbarer Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen geschaffen werden.

Die vier Bauvorhaben im Überblick:

Marzahn-Hellersdorf: Nach Entkernung und Abriss der alten Ringkolonnaden Nord an der Mehrower Allee 24 und 28- 32 entstehen auf der Fläche „Die Neuen Ringkolonnaden" mit 126 vorwiegend kleineren Mietwohnungen, die insbesondere Senioren ansprechen sollen. Die Hälfte der Wohnungen ist mietpreisgebunden und wird für 6,50 Euro pro Quadratmeter nettokalt angeboten. Weitere Sonderwohnformen für Senioren entstehen im 1. Obergeschoss.

Für Dienstleistungen und Nahversorgung entstehen 9 Gewerbe-/Ladeneinheiten im Erdgeschoss. Der Bebauungsentwurf des 7-geschossigen Gebäudes ist in einem zweistufigen Werkstattverfahren mit Bezirk und Quartiersakteuren erarbeitet worden und orientiert sich städtebaulich an der vorherigen Bebauung des Architekten Prof. Dr. Wolf R. Eisentraut aus dem Jahr 1986.

Marzahn-Hellersdorf: Das größte Bauvorhaben von degewo im Bezirk entsteht an der Karl-Holtz-Straße 2-20. Hier entstehen 439 Wohnungen, eine Grundschule mit Kita, ein Nachbarschaftscafé und großzügige Grünflächen. Auf dem Areal standen früher Plattenbauten, die 2006 im Zuge des Stadtumbau Ost abgerissen wurden. Seither lag das freigeräumte Grundstück brach und wurde als Baulandreserve betrachtet. Auf dem über zwei Hektar großen Gelände wird nun ein städtebauliches Konzept umgesetzt, das in einem dreistufigen Werkstattverfahren gemeinsam mit Experten und vor allem den Nachbarn entwickelt wurde.

Marzahn-Hellersdorf: Pöhlbergstraße 13 / Bärensteinstraße. In dem voll-unterkellerten Wohngebäude entstehen 95 Mietwohnungen. Ein Drittel davon ist barrierefrei und für Senioren geeignet.

Im Bezirk Marzahn-Hellersdorf verwaltet die degewo bereits über 18.000 Wohnungen.

Steglitz-Zehlendorf: Nach langwierigem Bebauungsplanverfahren können nun auch die Bauarbeiten an der Dessauerstraße 37/39 beginnen. Auf dem Gelände der ehemaligen Bröndby-Schule in Lankwitz entsteht eine neue Wohnanlage mit neun Gebäuden und 260 Ein- bis Fünfzimmer-Wohnungen. Die Hälfte der neu gebauten Wohnungen wird als sozialgeförderter Wohnraum zur Verfügung stehen. Zusätzlich werden eine Pflegeeinrichtung, eine Kindertagesstätte, ein Kinderspielplatz sowie 99 Pkw-Stellplätze in Tiefgarage und Außenbereich und 521 Fahrradabstellplätze realisiert.

Wie in der Kooperationsvereinbarung „Leistbare Mieten, Wohnungsneubau und soziale Wohnraumversorgung" der sechs landeseigenen Wohnungsunternehmen mit dem Berliner Senat vereinbart liegen die Mieten der mietpreisgebundenen Wohnungen im Durchschnitt bei 6,50 Euro pro Quadratmeter. Der frei finanzierte Teil wird für durchschnittlich unter 10 Euro pro Quadratmeter angeboten.

Quelle: degewo

Weiterführende Links:
www.degewo.de/neubau

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